La­w­row: Das ist al­les Quatsch

Mos­kaus Au­ßen­mi­nis­ter for­dert Zu­gang zu Pro­ben im Fall Skri­pal

Meppener Tagespost - - POLITIK -

dpa MOS­KAU. Der rus­si­sche Au­ßen­mi­nis­ter Ser­gej La­w­row hat ei­ne Be­tei­li­gung Russ­lands am Gift­an­schlag auf den ExDop­pel­agen­ten Ser­gej Skri­pal zu­rück­ge­wie­sen. „Wir ha­ben schon ei­ne Er­klä­rung ab­ge­ge­ben, dass das al­les Quatsch ist. Wir ha­ben da­mit nichts zu tun“, sag­te La­w­row ges­tern der Agen­tur In­ter­fax zu­fol­ge in Mos­kau. „Russ­land ist nicht schul­dig.“

La­w­row for­der­te ei­nen kom­plet­ten Zu­gang zu den Er­mitt­lun­gen und zu den Pro­ben, um ei­ne ei­ge­ne Ana­ly­se der ver­däch­ti­gen Sub­stanz vor­zu­neh­men. Mos­kau ha­be be­reits ei­ne of­fi­zi­el­le An­fra­ge da­zu ge­stellt. Russ­land sei be­reit, mit Groß­bri­tan­ni­en auf der OPCW-Ebe­ne zu­sam­men­zu­ar­bei­ten, sag­te La­w­row.

Rü­cken­de­ckung er­hielt Groß­bri­tan­ni­en hin­ge­gen aus Frank­reich, den USA und von der Na­to. Na­to-Ge­ne­ral­se­kre­tär Jens Stol­ten­berg nann­te den Ein­satz von jeg­li­chem Ner­ven­gift „voll­kom­men in­ak­zep­ta­bel“. Der schei­den­de Au­ßen­mi­nis­ter Sig­mar Ga­b­ri­el teil­te mit: „Soll­te sich be­stä­ti­gen, dass Russ­land da­hin­ter­steht, wä­re das ein sehr erns­ter Vor­gang.“Groß­bri­tan­ni­en lässt nun et­wa 14 To­des­fäl­le mit ei­ner mög­li­chen Ver­bin­dung nach Russ­land er­neut un­ter­su­chen. Das kün­dig­te In­nen­mi­nis­te­rin Am­ber Rudd an. Die To­des­fäl­le rei­chen teils

mehr als zehn Jah­re zu­rück. Dar­un­ter sind auch pro­mi­nen­te Kri­ti­ker des rus­si­schen Prä­si­den­ten Wla­di­mir Pu­tin, et­wa der Olig­arch Bo­ris Be­re­sow­ski.

Mays An­sicht nach gibt es nur zwei mög­li­che Er­klä­run­gen für das At­ten­tat: Ent­we­der ha­be Mos­kau den An­schlag di­rekt aus­ge­führt, oder die rus­si­sche Re­gie­rung ha­be die Kon­trol­le über das Ner­ven­gift ver­lo­ren, und es sei in an­de­re Hän­de ge­langt.

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