Wel­che St­un­de schlägt?

Mindelheimer Zeitung - - Panorama - VON DET­LEF DRE­WES dr@augs­bur­ger all­ge­mei­ne.de

Es wird Zeit für ei­ne neue Zeit. Nur we­ni­ge Ta­ge hat die Eu­ro­päi­sche Kom­mis­si­on ver­strei­chen las­sen, um ih­re Schlüs­se aus der Bür­ger­be­fra­gung zu zie­hen. Dass die­se eben­so we­nig wie die Er­geb­nis­se re­prä­sen­ta­tiv, ver­bind­lich oder rechts­gül­tig war, steht au­ßer Fra­ge, den­noch wies sie ei­nen Trend. Die meis­ten ha­ben die dau­ern­de Fum­me­lei an den Uh­ren satt. Zu­mal nie­mand so rich­tig be­grün­den kann, war­um wir ein Ri­tu­al auf­recht er­hal­ten, das öko­no­misch kei­nen Sinn mehr macht. Da durf­te man dann auf die hö­ren, die zwar ei­ne Min­der­heit sein mö­gen, aber von ge­sund­heit­li­chen Pro­ble­men be­rich­te­ten. Das Fa­zit am Frei­tag: Brüs­sel ver­ord­net das En­de der Uh­ren­um­stel­lung. Jetzt sind die Mit­glied­staa­ten dran und in de­ren Ge­fol­ge zwei­fel­los auch an­de­re Nach­bar­län­der wie die Schweiz oder Liech­ten­stein, die jetzt ent­schei­den müs­sen, wel­che St­un­de ih­nen künf­tig schla­gen soll. Was nun fol­gen dürf­te, ist ei­ne lei­den­schaft­li­che Dis­kus­si­on über die Vor­zü­ge und Nach­tei­le ei­ner dau­er­haf­ten Nor­mal- oder Som­mer­zeit. Al­le Sei­ten ha­ben gu­te Grün­de. Den­noch wer­den sich die Re­gie­run­gen wohl letzt­lich von der Fra­ge lei­ten las­sen, wel­che Va­ri­an­te öko­no­misch mehr Sinn macht. So­mit bleibt es dann am En­de eben doch bei dem la­tei­ni­schen Sprich­wort: Wer Zeit nutzt, hat Zeit ge­won­nen.

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