Mann hat es nicht leicht

Mittelschwaebische Nachrichten - - Wetter | Roman - VON CHRIS­TI­NA HEL­LER Rol­len­bil­der hhc@augs­bur­ger-all­ge­mei­ne.de

In der heu­ti­gen Zeit ist es für Män­ner wirk­lich nicht ein­fach. Konn­ten sie frü­her in der Kaf­fee­pau­se noch ge­pflegt (und vor al­lem in Ru­he) über die Bun­des­li­ga und PS-star­ke Mo­to­ren dis­ku­tie­ren, mi­schen sich heu­te stän­dig Kol­le­gin­nen ein. Sie wol­len über Kin­der, Woh­nungs­ein­rich­tung oder – noch schlim­mer – den Ther­mo­mix spre­chen. Auf den Flu­ren be­kommt der Herr Kom­pli­men­te für sei­ne neue Fri­sur, das gut ge­schnit­te­ne Hemd oder die schi­cke Bril­le. Das er­zeugt Druck. Denn bleibt das Hemd un­ge­wech­selt und der Bart ste­hen, be­merkt das die Da­men­welt so­fort. Und – wie Frau­en nun mal so sind – fragt nach, ob ir­gend­wo der Schuh drückt (Schu­he! Noch so ein Reiz­wort). Und dann sind die Frau­en auch noch so schwer zu­frie­den­zu­stel­len: For­dern, dass Mann auf­merk­sam zu­hört, wol­len mal die Tür auf­ge­hal­ten be­kom­men und dann wie­der nicht.

Wer soll da noch durch­bli­cken? Und wo kann man noch Mann sein, mit dem ana­ly­sie­ren­den Blick der Kol­le­gin­nen im Rü­cken? Gut, dass es die Stadt Nürn­berg gibt. Sie hat die Stel­le des Män­ner­be­auf­trag­ten ge­schaf­fen. Mann wird sich den­ken: End­lich mal je­mand, der zu­hört und mich ver­steht. »Le­sen Sie auch den Ar­ti­kel „Der Mann, der Män­ner ver­steht“

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