War­um güns­ti­ge Woh­nun­gen so wich­tig sind

Krum­ba­cher Kom­mu­nal­un­ter­neh­men und Bau­ge­nos­sen­schaft pla­nen Neu­bau­ten. Wann die Ar­bei­ten be­gin­nen und was in­ves­tiert wird

Mittelschwaebische Nachrichten - - Aus Der Heimat - VON PE­TER BAU­ER

Krumbach Es war die Flücht­lings­kri­se, die star­ke De­fi­zi­te im so­zia­len Woh­nungs­bau auf dras­ti­sche Wei­se of­fen­sicht­lich wer­den ließ. In vie­len Städ­ten er­lebt der so­zia­le Woh­nungs­bau der­zeit ei­ne Re­nais­sance. Auch in Krumbach wer­den ab 2017 durch das Kom­mu­nal­un­ter­neh­men Krum­ba­cher Stadt­im­mo­bi­li­en im Be­reich Hop­fen­weg 24 Woh­nun­gen neu ein­ge­rich­tet, durch die Bau­ge­nos­sen­schaft im Be­reich Le­xen­rie­der Weg 18 Woh­nun­gen. Es sind die ers­ten Neu­bau­ten seit vie­len Jah­ren, be­rich­tet As­trid Schütt-Va­ter, die an der Spit­ze des Kom­mu­nal­un­ter­neh­mens und der Bau­ge­nos­sen­schaft steht.

Der Blick von As­trid Schütt-Va­ter und ih­rer Kol­le­gin Bri­git­te Bu­ßer rich­tet sich in die­sen Ta­gen aber auch noch ein­mal zu­rück auf die tur­bu­len­ten Er­eig­nis­se des Jah­res 2011. Fast ge­nau vor fünf Jah­ren flo­gen die kri­mi­nel­len Ma­chen­schaf­ten der da­ma­li­gen Spit­ze der Bau­ge­nos­sen­schaft auf. Doch die Bau­ge­nos­sen­schaft schaff­te zu­sam­men mit dem 2011 ins Le­ben ge­ru­fe­nen Kom­mu­nal­un­ter­neh­men Krum­ba­cher Stadt­im­mo­bi­li­en den Neu­an­fang. Die Sa­nie­rung des be­ste­hen­den Woh­nungs­be­stan­des spielt da­bei ei­ne wich­ti­ge Rol­le. As­trid Schütt-Va­ter steht seit 2011 an der Spit­ze von Bau­ge­nos­sen­schaft und Krum­ba­cher Stadt­im­mo­bi­li­en.

Mehr­fach hat sie er­klärt, dass un­ab­hän­gig vom Zustrom von Flücht­lin­gen und Asyl­be­wer­bern die so­zia­le Not im länd­li­chen Raum im­mer grö­ßer wer­de. Bei­spiels­wei­se sei­en ver­mehrt al­lein­er­zie­hen­de Müt­ter auf der Su­che nach güns­ti­gen Woh­nun­gen. Wohn­raum muss nun auch für an­er­kann­te Flücht­lin­ge ge­schaf-

Bau­ge­nos­sen­schaft Sie wur­de 1949 ins Le­ben ge­ru­fen und leis­te­te nach der An­kunft von Tau­sen­den von Hei­mat­ver­trie­be­nen ei­nen maß­geb­li­chen Bei­trag zur Lin­de­rung der Woh­nungs­not in Krumbach. Die Woh­nun­gen wur­den ba­sie­rend auf dem ge­nos­sen­schaft­li­chen Prin­zip (An­tei­le) er­rich­tet. Die Woh­nun­gen wer­den zu güns­ti­gen Kon­di­tio­nen ver­mie­tet. Ins­ge­samt gibt es heu­te rund 330 Bau- fen wer­den. Wie As­trid Schütt-Va­ter be­rich­tet, könn­ten an­er­kann­te Flücht­lin­ge der­zeit we­gen des ver­min­der­ten Zus­troms wei­ter­hin in der Un­ter­kunft in der Krum­ba­cher Adolf-Kol­ping-Stra­ße ver­blei­ben. An fünf Sy­rer sei­en aber be­reits Woh­nun­gen ver­mie­tet wor­den.

In den neu­en Kom­ple­xen am Hop­fen­weg und im Be­reich Le­xen­rie­der Weg sol­len Zwei- bis Vier­zim­mer-Woh­nun­gen ein­ge­rich­tet wer­den. Die grö­ße­ren Woh­nun­gen, die vor al­lem für Fa­mi­li­en ge­eig­net sind, sol­len in den Erd­ge­schos­sen lie­gen. Mit den Bau­ar­bei­ten soll es ge­nos­sen­schafts­woh­nun­gen. Die Stadt ist der größ­te An­teils­eig­ner. Ge­schäfts­füh­rend ist seit 2011 As­trid Schütt-Va­ter.

Kom­mu­nal­un­ter­neh­men Krum­ba­cher Stadt­im­mo­bi­li­en Die­ses ist seit Ja­nu­ar des Jah­res 2011 ak­tiv und seit­dem für 77 Miet­woh­nun­gen der Stadt Krumbach zu­stän­dig. As­trid Schütt-Va­ter ist auch Vor­stand der Krum­ba­cher Stadt­im­mo­bi­li­en. (pb) nach Aus­kunft von As­trid Schüt­tVa­ter und Bri­git­te Bu­ßer vor­aus­sicht­lich im Früh­jahr 2017 los­ge­hen, 2019 sol­len die Pro­jek­te ab­ge­schlos­sen sein. Die Kos­ten wer­den für das Pro­jekt der Bau­ge­nos­sen­schaft vor­aus­sicht­lich 2,2 Mil­lio­nen Eu­ro, für das Pro­jekt des Kom­mu­nal­un­ter­neh­mens Krum­ba­cher Stadt­im­mo­bi­li­en vor­aus­sicht­lich 2,9 Mil­lio­nen Eu­ro be­tra­gen. Ge­klärt wer­den müss­ten noch die Mög­lich­kei­ten der För­de­rung.

Ne­ben den Neu­bau­ten bleibt die Sa­nie­rung des Be­stan­des von her­aus­ra­gen­der Be­deu­tung. Hier gel­te es auch, lang­jäh­ri­ge Ver­säum­nis­se wett­zu­ma­chen. Et­li­che Woh­nun­gen sei­en noch mit Ölein­zel­öfen aus­ge­stat­tet.

Bei­spiels­wei­se ste­hen jetzt bei vier Woh­nun­gen in der Nat­ten­hau­ser Stra­ße 32 Sa­nie­run­gen an. Die­se wer­den un­ter an­de­rem mit Ga­se­ta­gen­hei­zun­gen aus­ge­stat­tet. Die Ar­bei­ten wer­den wohl bis An­fang No­vem­ber dau­ern, in­ves­tiert wer­den cir­ca 150000 Eu­ro. „Wir sind ein Di­enst­leis­tungs­un­ter­neh­men“, hat As­trid Schütt-Va­ter wie­der­holt be­tont. Dies steht auch für den Neu­start nach dem Tief­punkt 2011.

So­zia­ler Woh­nungs­bau

Fo­to: Mo­ni­ka Leo­pold-Mil­ler

In der Nat­ten­hau­ser Stra­ße in Krumbach wer­den wei­te­re Woh­nun­gen sa­niert.

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