Wun­der gibt es im­mer wie­der

Mittelschwaebische Nachrichten - - Aus Der Heimat - VON SAN­DRA BAUM­BER­GER re­dak­ti­on@mit­tel­schwa­ebi­sche-nach­rich­ten.de

Lan­ge ha­be ich mich ge­fragt, wie die Wun­derblu­me wohl zu ih­rem ja doch ein biss­chen hoch­tra­ben­den Na­men ge­kom­men sein mag. Bis ei­ne auf mei­ner Ter­ras­se hei­misch wur­de und dort lei­der nicht nur mir ge­fiel, son­dern auch den Schne­cken. Die schre­cken in die­sem re­gen­rei­chen Som­mer ja vor nichts zu­rück und ha­ben ihr glatt das bis da­to ein­zi­ge Blatt ab­ge­fres­sen. Da­nach über­sah ich den kah­len Stän­gel eben­so be­trübt wie ge­flis­sent­lich, weil ich es nicht übers Herz brach­te, die Pflan­ze weg­zu­wer­fen. Doch die ver­fügt of­fen­bar tat­säch­lich über Wun­der­kräf­te: Plötz­lich wa­ren wie­der zwei Blät­ter dran. Wäh­rend ich die klei­ne Über­le­bens­künst­le­rin schon feie­re, winkt der Kol­le­ge, der sie mir ge­schenkt hat, ab­ge­klärt ab. Auf Blü­ten müs­se ich da nicht mehr hof­fen, die bil­de sie näm­lich erst, wenn sie gut knie­hoch sei und da­nach se­he es in mei­nem Fall ja nun nicht mehr aus. Doch ich hal­te es da ganz mit Katja Eb­stein und träl­le­re fröh­lich: „Wun­der gibt es im­mer wie­der ...“Vi­el­leicht hilft’s ja.

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