Glo­n­ing for­dert Ent­schul­di­gung

Ban­ken­fu­si­on: Kri­tik an „Dreck­schleu­der“

Mittelschwaebische Nachrichten - - Landkreis -

Land­kreis Mit schar­fen Wor­ten hat der DGB-Kreis­vor­sit­zen­de Wer­ner Glo­n­ing die Kri­tik am Spar­kas­sen­chef Wal­ter Pa­che zu­rück­ge­wie­sen. Von Neu-Ul­mer Sei­te sei „die Dreck­schleu­der“aus­ge­packt wor­den. Wie be­rich­tet, hat­ten ihm Mit­glie­der des Ver­wal­tungs­rats der Spar­kas­se Neu-Ulm-Il­ler­tis­sen „rei­ne Gier“un­ter­stellt, um sei­ne Pen­si­ons­an­sprü­che in die Hö­he zu trei­ben. Glo­n­ing sag­te da­zu in ei­ner Re­de vor Ge­werk­schafts­ver­tre­tern in Rei­sens­burg: „Egal, wie man zu ei­ner Fu­si­on der Spar­kas­sen in­halt­lich steht, mit Per­so­nen, die mit sol­chen un­ver­schäm­ten und un­halt­ba­ren Vor­wür­fen agie­ren, ver­han­delt man nicht wei­ter. Zu­min­dest nicht, bis die­se sich öf­fent­lich ent­schul­digt ha­ben.“

Ent­täuscht äu­ßer­te er sich über den der­zei­ti­gen Ver­wal­tungs­rats­vor­sit­zen­den, den Krum­ba­cher Bür­ger­meis­ter Hu­bert Fi­scher. Von dem hät­te er er­war­tet, dass er „sol­che An­wür­fe mit al­ler Ent­schie­den­heit zu­rück­weist und sich vor Pa­che stellt. Doch das hat er nicht ge­tan, zu­min­dest nicht aus­rei­chend.“Er ha­be le­dig­lich un­ver­bind­lich ei­ne Rück­kehr zur Sach­lich­keit ge­for­dert und ge­sagt, es dür­fe kei­nen Platz für per­sön­li­che An­grif­fe ge­ben: „Das ist mir zu we­nig.“

Auch in ei­nem an­de­ren Punkt geht er Fi­scher an. Wenn der for­de­re, sich an Fak­ten und über­prüf­ba­ren Zah­len zu ori­en­tie­ren, war­um wer­be er dann nicht für ei­ne Fu­si­on mit der Spar­kas­se Mem­min­genLin­dau-Min­del­heim, frag­te Glo­n­ing: „Wird von ihm ei­ne ent­spre­chen­de Dis­kus­si­on nicht ver­tieft, weil bei ei­ner sol­chen grö­ße­ren Spar­kas­se even­tu­ell kein Platz mehr für ihn im neu­en Ver­wal­tungs­rat sein könn­te?“Grund­sätz­lich soll­te nach Glo­n­ings An­sicht nach wei­te­ren Fu­si­ons­op­tio­nen ge­sucht wer­den. Gleich­zei­tig prä­sen­tiert er ei­nen Ge­gen­vor­schlag. Er hält es für die „sinn­volls­te Op­ti­on“, selbst­stän­dig zu blei­ben und be­stimm­te Auf­ga­ben der Ban­ken in ge­mein­sa­men Di­enst­leis­tungs­zen­tren zu bün­deln und über­haupt die Ko­ope­ra­ti­on der Ban­ken aus­zu­bau­en. (zg)

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