Dem Mit­ein­an­der nicht för­der­lich

Mittelschwaebische Nachrichten - - Landkreis -

Zum Ar­ti­kel „Sat­tel- oder Walmdach ist hier die Fra­ge“vom 2. Au­gust: Ei­ne höchst in­ter­es­san­te Dis­kus­si­on im Ge­mein­de­rat Dei­sen­hau­sen über Dach­for­men im Bau­ge­biet Ost. Herr Bür­ger­meis­ter Weiß spricht we­gen der Dä­cher von ver­lo­ren ge­gan­ge­ner Struk­tur mit ne­ga­ti­ver Aus­wir­kung auf die Men­schen und feh­len­der Har­mo­nie für das ge­sam­te Orts­bild. Auch von Stu­di­en, dass kein Wohl­füh­len ent­ste­he ist zu le­sen. Dies gilt aber wohl nur für den klei­nen Häus­le­bau­er. Wir woh­nen seit 30 Jah­ren in die­sem Bau­ge­biet. Zur­zeit wird auf un­se­rem Nach­bar­grund­stück un­mit­tel­bar an un­se­re Grund­stücks­gren­ze ei­ne Ma­schi­nen- und Ber­ge­hal­le mit den Aus­ma­ßen 42 Me­ter lang, 21 Me­ter breit und über 10 Me­ter hoch er­rich­tet. Uns stellt sich ernst­haft die Fra­ge, ob sich der Ge­mein­de­rat bei der Be­hand­lung des Bau­an­tra­ges eben­so in­ten­siv mit dem The­ma Struk­tur/Har­mo­nie/Wohl­füh­len be­fasst hat. Dass so ein Bau­vor­ha­ben den An­for­de­run­gen an ge­sun­de Wohn- und Ar­beits­ver­hält­nis­se in Wohn­ge­bie­ten ent­spricht, stel­len wir in­fra­ge. Wenn bei Dach­for­men von ei­ner Ge­mein­de­rä­tin das Wort „ver­ropft“ge­braucht wird, wel­cher Aus­druck wä­re dann wohl an­ge­bracht, wenn ein Aus­sied­ler­hof an ein Wohn­ge­biet „an­sie­delt“? Für uns ist die­ser Ar­ti­kel wie ein Schlag ins Ge­sicht und dient si­cher­lich nicht dem ge­wünsch­ten Mit­ein­an­der von Land­wirt­schaft und Haus­be­sit­zern, die am Rand von Bau­ge­bie­ten woh­nen. Do­ris und Ro­land Pe­ter

Dei­sen­hau­sen

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.