Flücht­lin­ge flie­gen aus Pfarr­heim

Straf­an­zei­gen we­gen Haus­frie­dens­bruchs

Mittelschwaebische Nachrichten - - Bayern -

Re­gens­burg Nach mehr als vier Wo­chen Auf­ent­halt im Re­gens­bur­ger Pfarr­heim ha­ben am Frei­tag­nach­mit­tag die ers­ten acht Flücht­lin­ge die Ein­rich­tung des Bis­tums ver­las­sen. Dies teil­te das Po­li­zei­prä­si­di­um Ober­pfalz am Abend mit.

Zu­vor hat­te das Bis­tum fest­ge­legt, ge­gen die ins­ge­samt 25 Asyl­su­chen­den Straf­an­zei­ge we­gen Haus­frie­dens­bruch zu stel­len. Die Ver­sor­gung mit Nah­rungs­mit­teln wer­de ab so­fort ein­ge­stellt, ein Not­arzt sei aber er­reich­bar, sag­te ein Bis­tums­spre­cher. Ge­ne­ral­vi­kar Micha­el Fuchs ver­ur­teil­te, dass die Grup­pe im­mer wie­der ih­re Kin­der vor­ge­scho­ben hat­te. Die Flücht­lin­ge hät­ten ge­droht, sie wür­den sich das Le­ben neh­men und ih­re Kin­der zu Wai­sen ma­chen. Auch als „mög­li­che Tö­tungs­op­fer“sei­en sie in­sze­niert wor­den. Die Flücht­lin­ge hat­ten An­fang Ju­li zu­nächst Zuflucht im Re­gens­bur­ger Dom ge­sucht. Mit ih­rer Ak­ti­on woll­ten sie für ein Blei­be­recht und ge­gen die Ein­stu­fung von Bal­kan-Staa­ten als si­che­re Her­kunfts­län­der de­mons­trie­ren. (dpa)

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