Die St­un­de der Exo­ten

Mittelschwaebische Nachrichten - - Aus Der Heimat - VON OLI­VER REI­SER Olym­pi­sche Spie­le re­dak­ti­on@mit­tel­schwa­ebi­sche-nach­rich­ten.de

Al­le vier Jah­re wie­der schlägt bei den Olym­pi­schen Spie­len die St­un­de der Exo­ten. Be­reits vor der of­fi­zi­el­len Er­öff­nungs­fei­er wur­den die Fuß­ball-Frau­en von Zim­bab­we auf die Kon­kur­renz los­ge­las­sen. Der 93. der Welt­rang­lis­te hat­te sich nur für Olym­pia qua­li­fi­ziert, weil die El­fen­bein­küs­te zum Rück­spiel nicht mehr an­trat und da­mit aus­ge­schlos­sen wur­de, ob­wohl Zim­bab­we zum Hin­spiel nicht an­ge­tre­ten war und die­ses mit 3:0 für die El­fen­bein­küs­te ge­wer­tet wor­den war. Rich­tig lus­tig war an den Da­men aus dem süd­li­chen Afri­ka nur die Fri­sur von Mar­jo­ry Nyaum­we, die ir­gend­wie an die Te­letub­bies er­in­ner­te. An­sons­ten wur­de schnell klar, war­um die rus­ti­ka­len Ki­cke­rin­nen in ih­rer Hei­mat als „Migh­ty War­ri­ors“be­zeich­net wer­den. Na­tio­nal­trai­ne­rin Sil­via Neid hat­te schon vor dem An­pfiff vor der har­ten Spiel­wei­se ge­warnt – mit der Bru­ta­li­tät von Ly­nett Mu­to­ku­to aber dürf­te sie nicht ge­rech­net ha­ben: Die Ab­wehr­spie­le­rin trat ge­gen das lin­ke Sprung­ge­lenk von Si­mo­ne Laud­ehr, dass es ei­nem gleich auf dem So­fa weht­at. Schieds­rich­te­rin Ri­ta Ga­ni zeig­te nicht ein­mal Gelb. Wir wis­sen nicht, ob auch in ih­rer Hei­mat Ma­lay­sia die­se Art von Fuß­ball ge­pflegt wird.

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