Frei­zeit­sport

Der Radl­spaß und sei­ne Stre­cken­füh­run­gen

Mittelschwaebische Nachrichten - - Aus Der Heimat - VON KAT­HA­RI­NA GAUGENRIEDER

Land­kreis Es war ei­ne Be­geg­nung am Ran­de des Ra­del­spa­ßes 2015 in Leip­heim, die Lothar Kem­pf­le von Do­nau­tal-Ak­tiv be­ein­druckt hat. Da traf Kem­pf­le auf ei­ne gro­ße Rad­ler­grup­pe aus Pen­zing bei Lands­berg am Lech. Und die er­zähl­ten ihm, dass sie schon zum 7. Mal mit da­bei sind. Die Chan­cen sind groß, dass die Pen­zin­ger auch zur dies­jäh­ri­gen Auf­la­ge am 11. Sep­tem­ber wie­der­kom­men. Denn auch wenn es kei­ne of­fi­zi­el­len Sta­tis­ti­ken gibt, hat sich ge­zeigt: Vie­le der Men­schen, die in den ver­gan­ge­nen zwölf Jah­ren beim Ra­del­spaß im schwä­bi­schen Do­nau­tal mit da­bei wa­ren, sind Wie­der­ho­lungs­tä­ter ge­wor­den. Schließ­lich ist der Ra­del­spaß, der durch die Land­krei­se Dil­lin­gen und Günz­burg führt, die stärks­te Rad­ver­an­stal­tung in Schwa­ben.

Von Dil­lin­gen, wo in die­sem Jahr die Zen­tral­ver­an­stal­tung statt­fin­det, ma­chen sich die Rad­ler in die­sem Jahr auf, um das Do­nau­tal zu er­kun­den. Un­ter dem Mot­to: „Schwä­bi­sches Do­nau­tal – auf Na­tur-(Ge­nuss)-Tour zwi­schen Do­nau­wald und Ried“. Bei gu­tem Wet­ter, sagt der Dil­lin­ger Land­rat Leo Sch­rell, er­war­te man zwi­schen 10000 und 12000 Rad­ler. Und für das Wet­ter, sagt Sch­rell, sei in die­sem Jahr Dil­lin­gens OB Kunz mit sei­nem Team ver­ant­wort­lich. Kunz aber spielt den Ball bei der Auf­takt­ver­an­stal­tung im Dil­lin­ger Schloss­hof, wo am 10. Sep­tem­ber auch das Warm-up und am 11. Sep­tem­ber die Zen­tral- ver­an­stal­tung statt­fin­den, zu­rück. Für das Wet­ter, sagt der Dil­lin­ger Ober­bür­ger­meis­ter, sei im­mer der Ver­an­stal­ter zu­stän­dig.

Kunz freut sich, dass Dil­lin­gen in die­sem Jahr im Zen­trum des Ra­del­spa­ßes steht. Schließ­lich sei Dil­lin­gen ja Kn­eipp­stadt. Und ei­ne wich­ti­ge Säu­le der Leh­re von Se­bas­ti­an

„Der Ra­del­spaß bie­tet et­was für die See­le und auch für die Ge­sund­heit. Das ist die per­fek­te Sym­bio­se.“Dil­lin­ger Land­rat Leo Sch­rell

Kn­eipp ist auch die Be­we­gung. Sie ist aber bei­lei­be nicht die ein­zi­ge Säu­le, die beim Ra­del­spaß an­ge­spro­chen wird.

Schließ­lich, sagt Leo Sch­rell, ge­be es ent­lang der Stre­cke auch zahl­rei­che Sta­tio­nen, an de­nen die Er­näh­rung und der Ge­nuss im Vor­der­grund ste­hen. Sei es bei den Do­nau­ta­ler Fisch- und Ge­nuss­wir­ten, die in die­sem Jahr in Ep­pis­burg zu fin­den sind. Oder aber bei den schwä­bi­schen Kar­tof­fel­wir­ten, bei de­nen sich die Rad­ler in Fai­min­gen stär­ken kön­nen. „Der Ra­del­spaß bie­tet et­was für die See­le und auch für die Ge­sund­heit. Das ist die per­fek­te Sym­bio­se“, sagt der Dil­lin­ger Land­rat. Und nicht nur das. Auch kul­tu­rell hat die Ver­an­stal­tung ei­ni­ges zu bie­ten. Wer sich die Zeit nimmt, der kann links und rechts des We­ges ei­ni­ges ent­de­cken und er­le­ben. So gibt es laut Yvon­ne Ber­ger von Do­nau­tal-Ak­tiv, die in die­sem Jahr den Ra­del­spaß zum ers­ten Mal haupt­ver­ant­wort­lich or­ga­ni­siert hat, in Dil­lin­gen die Mög­lich­keit, an Füh­run­gen durch die Stu­di­en­kir­che oder im Gol­de­nen Saal teil­zu­neh­men. Am Apol­lo-Gra­nus-Tem­pel in Fai­min­gen gibt es ge­wan­de­te Füh­run­gen und so­gar ei­ne Wei­he­ze­re­mo­nie. In Ais­lin­gen gibt es ei­ne Müh­le zu se­hen und in Lau­in­gen zeigt ein Eich­meis­ter sein al­tes Hand­werk. Sei­ne To­re öff­net da­ne­ben auch das Was­ser­kraft­werk Dil­lin­gen. Dort dreht sich in ei­ner Road­show al­les um das The­ma E-Mo­bi­li­ty. Da­ne­ben sind in Aqua­ri­en die Fi­sche zu se­hen, die sonst un­ge­se­hen in der Do­nau ne­ben­an her­um­schwim­men. Am Wa­ger­see kön­nen Rad­ler ih­ren fahr­ba­ren Un­ter­satz ge­gen ein Se­gel­boot tau­schen. Und, und, und. Drei Stre­cken für je­de Al­ters- und Fit­ness­grup­pe gibt es in die­sem Jahr beim Ra­del­spaß. Die AOK-Fa­mi­li­en­run­de mit elf Ki­lo­me­tern (Dil­lin­gen– Lau­in­gen–Dil­lin­gen), mit vie­len At­trak­tio­nen für Groß und Klein ist die kür­zes­te. Die Stre­cke Do­nau­tal M (Dil­lin­gen–Holz­heim–Ep­pis­burg–Fris­tin­gen–Kick­lin­gen–St­ein­heim–Dil­lin­gen) ist 38 Ki­lo­me­ter lang und birgt ei­ne klei­ne Stei­gung zwi­schen Holz­heim und Ep­pis­burg. Für ma­xi­ma­len Ra­del­spaß sorgt die Stre­cke Do­nau tal L( Dill in gen–Lau in­gen–Gun del­fin gen– O ff in­genGund­re mm in­gen–Aisl in gen–Dill in gen ). Doch nicht nur sich selbst kön­nen die Rad­ler in die­sem Jahr et­was Gu­tes tun. Ne­ben dem Bo­nus für die ei­ge­ne Ge­sund­heit be­steht für Un­ter­neh­men und In­sti­tu­tio­nen auch die Mög­lich­keit, et­was für an­de­re zu tun. Un­ter dem Mot­to: „Ra­deln für den gu­ten Zweck“kön­nen die Be­triebs­grup­pen pro ge­fah­re­nem Ki­lo­me­ter Spen­den für die Kar­tei der Not, das Le­s­er­hilfs­werk un­se­rer Zei­tung, er­stram­peln. Schon ei­ni­ge Un­ter­neh­men ha­ben sich laut Yvon­ne Ber­ger für die Ak­ti­on an­ge­mel­det. „Aber es ist noch im­mer Luft nach oben“, sagt sie. Un­ter www.do­nau­tal-rad­fah­ren.de gibt es da­zu im In­ter­net ge­naue­re In­for­ma­tio­nen und das An­mel­de­for­mu­lar.

Fo­to: Gaugenrieder

Dilln­gen freut sich auf den Ra­del­spaß, der die Rad­ler am 11. Sep­tem­ber rund um die Gro­ße Kreis­stadt führt. Bei ei­ner In­for­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung im Dil­lin­ger Schloss­hof, wo auch das Warm-up am Vor­abend und die Zen­tral­ver­an­stal­tung statt­fin­den, wur­de das um­fang­rei­che Pro­gramm vor­ge­stellt.

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