Die Po­li­tik und wir

Mittelschwaebische Nachrichten - - Meinung & Dialog -

Zum Kom­men­tar „Kanz­le­rin im Stim­mungs­tief“von Ru­di Wais (Sei­te 1) vom 6. Au­gust: Das Stim­mungs­tief um­fasst nicht nur die Kanz­le­rin, son­dern die Re­gie­rungs­par­tei­en so­wie die Po­li­tik ins­ge­samt. Es wur­den un­über­leg­te Ent­schei­dun­gen ge­trof­fen und „wir“sol­len es dann schaf­fen, ob­wohl „wir“gar nicht ge­fragt wur­den. Po­li­tik heut­zu­ta­ge er­scheint mir we­nig vor­aus­schau­end, sonst wä­re der „al­ter­na­tiv­lo­se“Flücht­lings­de­al mit der Tür­kei ei­nes Herrn Er­do­gan nicht zu­stan­de ge­kom­men. Die­se „al­ter­na­tiv­lo­se“Po­li­tik wur­de und wird uns auch bei der Staats-, Eu­ro- und Ban­ken­kri­se ver­kauft. Die Kri­sen sind nicht über­wun­den, im Ge­gen­teil, sie sind mo­men­tan nur un­ter den di­cken Tep­pich der EZB-Geld­schwem­me ge­kehrt. Wenn dann die Kri­sen wie­der mäch­tig wer­den, dann sol­len „wir“es auch wie­der schaf­fen. Lei­der kön­nen „wir“all das nicht mehr schaf­fen, es wird auch un­se­re Kin­der und En­kel­kin­der noch stark be­las­ten. „Wir“soll­ten uns des­halb po­li­tisch stär­ker en­ga­gie­ren und un­se­re Ab­ge­ord­ne­ten auf­for­dern, früh­zei­tig zu agie­ren und we­ni­ger al­ter­na­tiv­los zu re­agie­ren. Richard Gei­ger, Friedberg

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.