An­ge­hö­ri­ge der Op­fer von Ben­gasi ver­kla­gen Cl­in­ton

Mittelschwaebische Nachrichten - - Politik - VON BIR­GIT HOL­ZER

An­ge­hö­ri­ge zwei­er To­des­op­fer ei­nes An­griffs auf das US-Kon­su­lat im li­by­schen Ben­gasi im Jahr 2012 ver­kla­gen nach Me­dien­be­rich­ten die de­mo­kra­ti­sche Prä­si­dent­schafts­kan­di­da­tin Hil­la­ry Cl­in­ton. Die Mut­ter ei­nes da­mals ge­tö­te­ten Ame­ri­ka­ners und der Va­ter ei­nes zwei­ten US-Bür­gers reich­ten an ei­nem Bun­des­ge­richt ge­mein­sam Kla­ge we­gen wi­der­recht­li­cher Tö­tung und Ver­leum­dung ge­gen Cl­in­ton ein, wie US-Me­di­en un­ter Be­ru­fung auf Ge­richts­do­ku­men­te be­rich­te­ten. Patri­cia Smith und Charles Woods wer­fen Cl­in­ton dem­nach un­ter an­de­rem vor, die Nut­zung ei­nes pri­va­ten Ser­vers für zum Teil ver­trau­li­che Di­enst-E-Mails durch die da­ma­li­ge Au­ßen­mi­nis­te­rin ha­be die Ter­ror­at­ta­cke di­rekt ver­ur­sacht. Al­ler­dings er­gab kei­ne ein­zi­ge der vie­len Un­ter­su­chun­gen und Kon­gress­an­hö­run­gen da­für ei­nen An­halts­punkt. (dpa) Pa­ris Die Idee ist be­ste­chend und wie ge­macht für Lieb­ha­ber fran­zö­si­scher Wei­ne. Sie stammt vom jun­gen Un­ter­neh­mer Ni­co­las Pa­ra­dis, der ei­ne Bou­tique und un­ter­ir­di­sche Räu­me in Pa­ris an­ge­mie­tet und dort die „Kel­ler des Lou­vre“(„Ca­ves du Lou­vre“) ein­ge­rich­tet hat – in An­leh­nung an das gro­ße Pa­ri­ser Mu­se­um, das nur ein paar Me­ter ent­fernt liegt. In ei­nem spek­ta­ku­lä­ren und mo­der­nen Am­bi­en­te schuf er ei­nen in­ter­ak­ti­ven Ent­de­ckungs­spa­zier­gang, bei dem Gäs­te die Welt des Weins mit al­len Sin­nen er­le­ben und Nütz­li­ches rund um das Ge­nuss­mit­tel ler­nen kön­nen. „Es brauch­te ei­nen Fun­ken Ver­rückt­heit und sehr viel Be­geis­te­rung für die­ses Pro­jekt“, räumt Pa­ra­dis ein.

Doch für die Er­öff­nung wähl­te er un­wis­sent­lich ei­nen denk­bar schlech­ten Zeit­punkt – An­fang No­vem­ber 2015, nur ei­ne Wo­che, be­vor die fran­zö­si­sche Haupt­stadt tief ge­trof­fen wer­den soll­te. Bei ei­ner An­schlags­se­rie am 13. No­vem­ber tö­te­ten Ter­ro­ris­ten vor Bars und Re­stau­rants, dem Fuß­ball­sta­di­on Sta­de de Fran­ce im Nor­den und in der Kon­zert­hal­le „Bat­a­clan“ins­ge­samt 130 Men­schen. Es war ein Schock für die Stadt, das gan­ze Land – und auch für die Tou­ris­mus­in­dus­trie. Sie lebt schließ­lich vom Image der strah­len­den Me­tro­po­le, die träu­men lässt.

Statt­des­sen steht sie nun vor al­lem für Tou­ris­ten aus dem au­ßer­eu­ro­päi­schen Aus­land für ei­nen Alb­traum. Mas­sen­haft stor­nier­ten sie ge­plan­te Rei­sen – mit fa­ta­len Fol­gen: Ho­tels und Re­stau­rants ver­zeich­ne­ten in den ers­ten Wo­chen nach dem 13. No­vem­ber Ein­bu­ßen von 30 bis zu 50 Pro­zent, auch Flug­li­ni­en und die Bahn wa­ren stark be­trof­fen. Ähn­lich er­ging es Mu­se­en, Se­hens­wür­dig­kei­ten oder Ein­kaufs­zen­tren wie die Ga­le­ries La­f­ay­et­te – und auch Ni­co­las Pa­ra­dis, des­sen Kun­den zu 70 bis 80 Pro­zent aus dem Aus­land kom­men.

Be­vor wie­der nor­ma­ler All­tag

Fo­to: P. Ko­va­rik, afp

We­ni­ger Tou­ris­ten als sonst pil­gern zur Ba­si­li­ka Sa­cre-Co­eur, um die Kir­che zu be­sich­ti­gen und den groß­ar­ti­gen Blick auf Stadt zu ge­nie­ßen.

Hil­la­ry Cl­in­ton

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