Er­mitt­lun­gen ge­gen Stadt­rat ein­ge­stellt

Es ging um Ver­dacht der Un­treue

Mittelschwaebische Nachrichten - - Bayern - VON MAR­KUS HEIN­RICH

Bad Wö­ris­ho­fen Die Staats­an­walt­schaft Mem­min­gen hat die Er­mitt­lun­gen ge­gen 22 Mit­glie­der des Stadt­ra­tes von Bad Wö­ris­ho­fen (Un­ter­all­gäu) we­gen des Ver­dachts der Un­treue ein­ge­stellt. Die Frak­tio­nen von CSU, SPD und Grü­nen for­der­ten Bür­ger­meis­ter Paul Grusch­ka (Freie Wäh­ler) dar­auf­hin zum Rück­tritt auf. Sie wer­fen Grusch­ka vor, mit ei­nem Brief an die Staats­an­walt­schaft die Er­mitt­lun­gen erst aus­ge­löst zu ha­ben.

Grusch­ka ha­be den Stadt­rat an­ge­zeigt, sag­te SPD-Frak­ti­ons­spre­cher Ste­fan Ibel. Der Bür­ger­meis­ter sei zur Wei­ter­ga­be der Un­ter­la­gen ver­pflich­tet ge­we­sen, er­klär­te da­ge­gen FW-Spre­cher Wolf­gang Hütz­ler. Es geht um ei­nen Rats­be­schluss zur Hö­he des Frem­den­ver­kehrs­bei­trags für die Ther­me Bad Wö­ris­ho­fen für die Jah­re 2004 bis 2014. Der Stadt­rat blieb um ein Drit­tel un­ter der For­de­rung des Bür­ger­meis­ters. Die­ser bat dar­auf­hin die Staats­an­walt­schaft um straf­recht­li­che Beur­tei­lung.

Ober­staats­an­walt Chris­toph Ebert sag­te, es ha­be kei­ne An­halts­punk­te für straf­ba­res Ver­hal­ten ge­ge­ben. Die Rats­mit­glie­der hät­ten sich vor dem Be­schluss um­fas­send in­for­miert und sich dann in ei­nem Ent­schei­dungs­pro­zess fest­ge­legt. Von ei­ner „ju­ris­ti­schen Bruch­lan­dung“des Bür­ger­meis­ters sprach dar­auf­hin Ibel. Grusch­ka selbst äu­ßer­te sich da­zu auf Nach­fra­ge nicht.

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