Ein Fest fürs Le­ben

Tipp des Ta­ges Die 20er Jah­re sol­len le­gen­där ge­we­sen sein. Ei­ne Do­ku will das nun be­le­gen

Mittelschwaebische Nachrichten - - Fernsehen Aktuell Am Mittwoch -

Ar­te, 23.45 Uhr Wie war das Le­ben in frü­he­ren Zei­ten? Da es im­mer we­ni­ger le­ben­de Zeit­zeu­gen gibt, ist man zur Be­ant­wor­tung die­ser Fra­ge im­mer mehr auf Schrif­ten und Fil­me aus je­ner Zeit an­ge­wie­sen. Die Do­ku „Die wil­den Zwan­zi­ger“trägt nach dem ers­ten Film über Berlin in der ver­gan­ge­nen Wo­che vie­le Fa­cet­ten über Pa­ris zu­sam­men. Sie ist heu­te (23.45 Uhr) auf Ar­te zu se­hen.

Pa­ris war wohl die Par­ty­stadt schlecht­hin in den Jah­ren zwi­schen den bei­den Welt­krie­gen. Man woll­te dem Elend et­was ent­ge­gen­set­zen – und das mit mög­lichst viel Ele­ganz. Stars wie die Sän­ge­rin Mis­tin­guett wa­ren in die­sen an­geb­lich ziem­lich „ver­rück­ten Jah­ren“an­ge­sagt. Heu­te tritt die Sän­ge­rin und Schau­spie­le­rin Car­men Ma­ria Ve­ga im Look die­ser Sän­ge­rin auf und sagt im Film: „Man woll­te die Fes­te ein­fach fei­ern, wie sie fal­len.“Man soll­te den All­tag ver­ges­sen, der aus dem täg­li­chen Kampf ums Über­le­ben und aus vie­len Streiks be­stand.

Zu Wort kom­men auch Li­te­ra­tur­wis­sen­schaft­ler und His­to­ri­ker, die er­klä­ren, wel­che Fol­gen der Ers­te Welt­krieg für Pa­ris hat­te und war­um vor al­lem US-Ame­ri­ka­ner so ger­ne nach Pa­ris ka­men – weil man dort ein in­ten­si­ves und krea­ti­ves Le­ben ze­le­brie­ren konn­te und auch, weil es kei­ne Pro­hi­bi­ti­on gab.

Der US-Schrift­stel­ler Er­nest He­ming­way leb­te da­mals eben­falls in der fran­zö­si­schen Haupt­stadt und schrieb dort das Ma­ni­fest „Pa­ris – Ein Fest fürs Le­ben“und sei­nen Er­folgs­ro­man „Fies­ta“. Sein Satz „Wenn du das Glück hat­test, als jun­ger Mensch in Pa­ris zu sein, dann trägst Du die Stadt für den Rest dei­nes Le­bens in Dir“mag selbst heu­te, wo die Zei­ten längst nicht mehr so gol­den sind, noch gel­ten. (dpa)

Fo­to: UPI/dpa

Leb­te in den 20er Jah­ren selbst in der fran­zö­si­schen Haupt­stadt Pa­ris: der ame­ri­ka­ni­sche Schrift­stel­ler Er­nest He­ming­way mit sei­ner zwei­ten Ehe­frau Pau­li­ne Pfeif­fer, mit der er von 1927 bis 1940 ver­hei­ra­tet war.

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