Ko­hei bleibt Kö­nig

Ja­pa­ner sie­ben Jah­re un­ge­schla­gen. Deut­sche ab­ge­schla­gen

Mittelschwaebische Nachrichten - - Olympische Spiele 2016 -

Rio de Janei­ro Bei der gro­ßen Show von „King Ko­hei“spiel­ten die deut­schen Tur­ner nur Ne­ben­rol­len. Der 27-jäh­ri­ge Ja­pa­ner Ko­hei Uchi­mu­ra wehr­te vier Jah­re nach sei­nem Olym­pia­sieg in Lon­don auch jetzt den nächs­ten An­griff der Kon­kur­renz ab und ist nun seit sie­ben Jah­ren im Mehr­kampf un­ge­schla­gen.

Der sechs­ma­li­ge All­round-Welt­meis­ter setz­te sich ganz knapp vor Oleh Wern­ja­jew durch, der den Vor­kampf für sich ent­schie­den hat­te. Der Ukrai­ner hat­te noch bis zum letz­ten Ge­rät ge­führt. Ei­ni­ge Be­su­cher quit­tier­ten die letz­te Wer­tung des Ukrai­ners am Reck mit Pfif­fen. Wern­ja­jew schüt­tel­te nur fas­sungs­los den Kopf, als die 14,80 auf der An­zei­ge er­schien. Ein Zehn­tel mehr hät­te ihm den Sieg ge­bracht. Mar­cel Nguy­en kam in sei­nem letz­ten in­ter­na­tio­na­len Sechs­kampf auf Platz 19. Vor vier Jah­ren hat­te er noch Olym­pia-Sil­ber ge­won­nen, war da­nach aber durch Ver­let­zun­gen zu­rück­ge­wor­fen wor­den. Oh­ne­hin wa­ren die Deut­schen il­lu­si­ons­los in den End­kampf ge­gan­gen. Aber Andreas Bret­schnei­der ris­kier­te al­les. Doch er­neut miss­lang dem Chem­nit­zer der Ver­such, erst­mals den von ihm kre­ierten Dop­pel­sal­to mit zwei Schrau­ben in ge­streck­ter Aus­füh­rung vor ei­nem in­ter­na­tio­na­len Kampf­ge­richt zu prä­sen­tie­ren. Da­mit fin­det das schwers­te Ele­ment der Turn-Ge­schich­te („Bret­schnei­der 2“) wei­ter­hin kei­ne Auf­nah­me in das Re­gel­werk. An­sons­ten turn­te er aber sein Pro­gramm durch, doch das reich­te nur zu Rang 20. (dpa)

Fo­to: dpa

Der bes­te Tur­ner: Ko­hei Uchi­mu­ra aus Ja­pan.

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