Glau­ben ist Pri­vat­sa­che

Mittelschwaebische Nachrichten - - Meinung & Dialog -

Zu „Un­ter uns“(Die Dritte Sei­te) vom 8. Au­gust: Glau­ben heißt be­kannt­lich nichts wis­sen. Ob und was ei­ner glaubt, ist und bleibt nach un­se­rem Ver­ständ­nis rei­ne Pri­vat­sa­che. Je­g­li­cher Zwang wür­de ge­gen das Recht auf Selbst­be­stim­mung ver­sto­ßen. An­de­rer­seits sind Ge­set­ze und ih­re Ein­hal­tung für die Ge­währ­leis­tung der öf­fent­li­chen Si­cher­heit und Ord­nung un­ab­ding­bar. Pri­va­tes steht dem­ge­gen­über in der zwei­ten Rei­he. Wer das nicht wahr­ha­ben möch­te, hat hier nichts zu su­chen; denn Är­ger ist vor­pro­gram­miert und die Frem­den­feind­lich­keit wird wei­ter zu­neh­men.

An­ders als in der an­geb­lich de­mo­kra­ti­schen Tür­kei darf je­der aus­rei­sen in das Land sei­ner Wahl, wo man un­ge­straft Ge­bo­te sei­nes ur­ei­ge­nen Glau­bens über gel­ten­des Lan­des­recht stel­len darf. Ru­di Rip­per­ger, Augs­burg

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