Ka­nal­aus­wer­tung bringt viel Schmutz ans Licht

Das Pro­jekt nimmt in Mick­hau­sen ei­nen gro­ßen Um­fang an

Mittelschwaebische Nachrichten - - Aus Der Nachbarschaft | Landkreis - VON KA­RIN MARZ

Mick­hau­sen Noch kei­nen Be­schluss fass­ten die Ge­mein­de­rä­te wäh­rend der jüngs­ten Sit­zung zur Aus­deh­nung der Ka­nal­aus­wer­tung auf die Orts­tei­le Müns­ter und Gri­molds­ried. Fakt ist, dass der Ge­mein­de bis­her Kos­ten in Hö­he von 110 000 Eu­ro für die Be­fah­rung, Di­gi­ta­li­sie­rung und Rei­ni­gung des Ka­nal­sys­tems in Mick­hau­sen durch die Fir­ma Hänsch ent­stan­den sind. Falls die­se Maß­nah­men auch in Müns­ter und Gri­molds­ried durch­ge­führt wer­den, wür­den wei­te­re Kos­ten von cir­ca 60000 Eu­ro auf die Ge­mein­de zu­kom­men.

Wäh­rend der Sit­zung er­läu­ter­te Pe­ter Wa­gner vom In­ge­nieur­bü­ro Wa­gner aus Lan­ger­rin­gen die Er­geb­nis­se der Ka­nal­aus­wer­tung in Mick­hau­sen. Die Rä­te ba­ten al­ler­dings noch um de­tail­lier­te­re An­ga­ben in Mick­hau­sen, da der Um­fang der Ka­nal­be­fah­rung deut­lich hö­her war als an­ge­nom­men.

Gut 10 000 Me­ter Ka­nal­netz wur­den be­gut­ach­tet, aus de­nen 18 Ton­nen Schmutz ent­fernt wur­de. Auch die­se Men­ge an Ve­r­un­rei­ni­gun­gen war grö­ßer als an­ge­nom­men. Erst nach Vor­lie­gen nä­he­rer In­for­ma­tio­nen wol­len die Rä­te ei­nen Ent­schluss für ei­ne Ka­nal­be­fah­rung in den Orts­tei­len fas­sen. Wei­te­re The­men:

Um­satz­steu­er­pflicht Bür­ger­meis­ter Hans Bie­che­le be­rich­te­te über die Än­de­rung der Um­satz­steu­er­pflicht der Ge­mein­den. Dem­nach wa­ren Kom­mu­nen bis­her nur im Rah­men ih­rer Be­trie­be ge­werb­li­cher Art im Sin­ne des Kör­per­schafts­steu­er­ge­set­zes und ih­rer Forst­be­trie­be um­satz­steu­er­pflich­tig. Nun­mehr un­ter­lie­gen die Ge­mein­den dem Um­satz­steu­er­ge­setz grund­sätz­lich, au­ßer sie üben Tä­tig­kei­ten im Rah­men öf­fent­li­cher Ge­walt aus. Die­se Än­de­rung tritt für Um­sät­ze ein, die nach dem 31.12.16 aus­ge­führt wer­den. Es be­steht je­doch die Op­ti­on, den Über­gangs­zeit­raum, für den das bis­he­ri­ge Ge­setz gel­ten soll, bis En­de des Jah­res 2020 hin­aus­zu­schie­ben. Die Rä­te fass­ten da­her den Be­schluss, dass der Bür­ger­meis­ter ei­ne Er­klä­rung ge­gen­über dem Fi­nanz­amt Augs­burg Land ab­ge­ben wird, nach der für die Ge­mein­de bis zum Jahr 2020 das bis­he­ri­ge Um­satz­steu­er­ge­setz an­ge­wen­det wer­den soll.

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