Stal­ker tö­tet Frau

Ex-Freund des Op­fers soll­te vor Ge­richt

Mittelschwaebische Nachrichten - - Wirtschaft -

Mün­chen We­gen Stal­kings hät­te sich der mut­maß­li­che Mör­der ei­ner 45-Jäh­ri­gen aus dem Münch­ner Stadt­teil Ober­gie­sing in die­ser Wo­che vor dem Amts­ge­richt ver­ant­wor­ten sol­len. Das be­stä­tig­te die Staats­an­walt­schaft. Dem 45-Jäh­ri­gen wird vor­ge­wor­fen, dem To­des­op­fer trotz Kon­takt­ver­bots seit Au­gust 2015 im­mer wie­der nach­ge­stellt zu ha­ben. Zu­dem soll­te sich der Mann we­gen Ver­stö­ßen ge­gen das Ge­walt­schutz­ge­setz ver­ant­wor­ten.

Zwei Ta­ge vor dem Ge­richts­ter­min hat der 45-Jäh­ri­ge nach bis­he­ri­gen Er­kennt­nis­sen der Er­mitt­ler mit ei­nem et­wa 25 Zen­ti­me­ter lan­gen Brot­mes­ser auf sein Op­fer ein­ge­sto­chen. Für die Frau kam je­de Hil­fe zu spät; sie starb vor der Ein­gangs­tür ih­res Wohn­hau­ses. Die Er­mitt­ler fan­den kei­ne Hin­wei­se dar­auf, dass der Mann die Tat län­ger ge­plant hat­te. Sei­ne Woh­nung ha­be er wohl über­stürzt ver­las­sen, hieß es von der Po­li­zei, die mit Hil­fe der Öf­fent­lich­keit nach dem Flüch­ti­gen sucht.

Das Paar hat­te sich vor sechs Jah­ren nach ein­jäh­ri­ger Be­zie­hung ge­trennt. We­gen Stal­kings ver­ur­teil­te das Amts­ge­richt Mün­chen den 45-Jäh­ri­gen be­reits 2014 zu ei­ner Geld­stra­fe. Zu­dem durf­te er sich sei­ner Ex-Part­ne­rin nach ei­ner An­ord­nung des Fa­mi­li­en­ge­richts nicht mehr als 100 Me­ter nä­hern. (dpa)

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