An­na Pro­has­ka singt Di­do und Kleo­pa­tra

Mittelschwaebische Nachrichten - - Feuilleton -

Das Prin­zip ist so glück­lich er­probt wie sinn­stif­tend – mit­hin vor­bild­lich: Las­se dir ein The­ma, ein Su­jet, ei­nen ro­ten Fa­den ein­fal­len, wenn du weit­ge­hend un­be­kann­te Mu­sik un­ters Volk brin­gen willst, weil sie es ver­dient! Al­so such­te sich An­na Pro­has­ka, die 1983 in Neu-Ulm ge­bo­re­ne, in Wi­en und Ber­lin aus­ge­bil­de­te Sän­ge­rin, ein The­ma spe­zi­ell für ih­ren so ge­schmei­di­gen wie me­lan­cho­lisch um­flor­ten So­pran und beug­te es für ih­re jüngs­te CD „Ser­pent & Fi­re“quer durch die Ba­rock-Li­te­ra­tur. Kon­kret: Di­do und Kleo­pa­tra sind die nord­afri­ka­ni­schen Hel­din­nen der An­ti­ke, de­nen – ver­eint in Tra­gik und Exo­tik – An­na Pro­has­ka Stim­me ver­leiht. Es ge­lingt ihr in Ari­en von Pur­cell, Graupner, Has­se, Ca­val­li (Di­do) so­wie Sar­t­orio, Castro­vil­la­ri und Hän­del (Kleo­pa­tra) wahr­lich schmerz­er­füllt, exis­ten­zi­ell. Und das groß­ar­ti­ge Spe­zia­l­ensem­ble „Il Gi­ar­di­no Ar­mo­ni­co“be­glei­tet un­ter Gio­van­ni An­to­ni­ni ein­mal mehr im­pul­siv. **** *

An­na Pro­has­ka: Ser­pent & Fi­re (al­pha-clas­sics)

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