Bei Ma­ra­thon „aus Ge­fühl ge­han­delt“

An­na Hah­ner äu­ßert sich zu Kri­tik

Mittelschwaebische Nachrichten - - Olympische Spiele 2016 -

Rio de Janei­ro An­na Hah­ner hat nach der schar­fen Kri­tik des Deut­schen Leicht­ath­le­tik-Ver­ban­des ih­ren Ma­ra­thon-Auf­tritt mit Zwil­lings­schwes­ter Li­sa bei Olym­pia ge­recht­fer­tigt. „Wir ha­ben nicht nach­ge­dacht, son­dern aus un­se­rem Ge­fühl her­aus ge­han­delt. In Han­no­ver hat­te ich kei­ne Chan­ce den Ziel­ein­lauf auf Platz 1 zu fei­ern. In Rio ha­be ich die letz­ten Me­ter ge­fei­ert“, schrieb An­na Hah­ner am Don­ners­tag auf der Home­page der Zwil­lin­ge. Sie hat­te nach­träg­lich den Sieg beim dies­jäh­ri­gen Han­no­ver-Ma­ra­thon er­hal­ten, weil die Ke­nia­ne­rin Edi­nah Kwam­bai auf­grund ei­ner po­si­ti­ven Do­ping­Pro­be der Er­folg ab­er­kannt wor­den war. Die Zwil­lin­ge Li­sa und An­na Hah­ner hat­ten ihr olym­pi­sches Ma­ra­thon­Ren­nen mit mehr als 21 Mi­nu­ten Rück­stand auf die Sie­ge­rin und mehr als 15 Mi­nu­ten über ih­ren Best­leis­tun­gen auf Platz 81 und 82 be­en­det. Zu­dem wa­ren sie Hand ins Hand ins Ziel ge­lau­fen. Da­für wa­ren sie auch von Ver­tre­tern des DOSB scharf kri­ti­siert wor­den.

„Wir hät­ten uns die letz­ten 95 Me­ter nicht die Hän­de rei­chen dür­fen, son­dern hät­ten den Ziel­ein­lauf aus­sprin­ten müs­sen. [...] Wir ha­ben uns die Hand ge­reicht, an­statt die El­len­bo­gen aus­zu­fah­ren. Sind Hand in Hand ins Ziel ge­spur­tet“, schrieb An­na Hah­ner wei­ter. (dpa)

An­na Hah­ner

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