Nicht nach­voll­zieh­bar

Mittelschwaebische Nachrichten - - Meinung & Dialog -

Zu „Das La­ger der Ge­schei­ter­ten“(Die Drit­te Sei­te) vom 13. Au­gust: Es ist für mich nicht nach­voll­zieh­bar, dass in al­len Kri­sen­län­dern, aus de­nen die Flücht­lin­ge kom­men, vor al­lem gro­ße fi­nan­zi­el­le Not herrscht. Be­reits vor mehr als 50 Jah­ren ha­ben wir als Kin­der in selbst ge­bas­tel­ten Pa­pier­do­sen für Mi­se­re­or, Drit­te Welt usw. un­ser Ta­schen­geld ge­spen­det. Wo­hin bit­te sind die im­men­sen Sum­men von Mil­li­ar­den von Spen­den in die­sen Län­dern ge­flos­sen? Der An­satz von Hil­fe für die­se Flücht­lings­strö­me muss in den Hei­mat­län­dern ge­sche­hen. Die Be­völ­ke­rung braucht ver­nünf­ti­ge Per­spek­ti­ven, da­mit über­haupt kein Grund zum Ver­las­sen der Hei­mat be­steht. Geld­spen­den oder gar Waf­fen­lie­fe­run­gen wa­ren und sind des­halb die fal­schen An­sät­ze. Die Spen­den­gel­der kom­men nach­weis­bar nicht bei den Be­dürf­ti­gen an. Kor­rup­ti­on, stän­di­ge po­li­ti­sche Put­sche und aus­beu­ten­de Stam­mes­fürs­ten ver­hin­dern dies. Die Hil­fe muss vor Ort un­ter Ein­be­zie­hung der not­lei­den­den Be­völ­ke­rung statt­fin­den. Nur so ler­nen die Men­schen, sich wie­der selbst zu ver­sor­gen. Waf­fen­lie­fe­run­gen füh­ren nur zu neu­en Krie­gen und Kri­sen­her­den. Jo­sef Schmid, Af­fing

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