Zer­stör­tes Kul­tur­er­be: An­ge­klag­ter be­kennt sich

Mittelschwaebische Nachrichten - - Politik -

Im his­to­ri­schen Pro­zess um die Zer­stö­rung des Unesco-Welt­kul­tur­er­bes in Ma­li hat der An­ge­klag­te ein um­fas­sen­des Schuld­be­kennt­nis ab­ge­legt. Er sei für die Ver­nich­tung der jahr­hun­der­te­al­ten re­li­giö­sen Bau­wer­ke in Tim­buk­tu ver­ant­wort­lich, sag­te der mut­maß­li­che Dschi­ha­dist Ah­mad al-Faqi al-Mah­di ges­tern vor dem In­ter­na­tio­na­len Straf­ge­richts­hof in Den Haag. „Ich be­reue mei­ne Tat zu­tiefst und bit­te um Ver­ge­bung“, sag­te er. Es ist das ers­te Mal, dass ein An­ge­klag­ter vor dem Welt­straf­ge­richt sei­ne Schuld zu­gibt. Im Som­mer 2012 hat­te die Dschi­ha­dis­ten-Mi­liz An­sar Di­ne, die mit Al-Kai­da ver­bün­det ist, die Wüs­ten­stadt Tim­buk­tu im west­afri­ka­ni­schen Ma­li über­rannt und mit­tel­al­ter­li­che Hei­li­gen­grä­ber und ei­ne Mo­schee zer­stört. (dpa)

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