Kon­trol­len soll es auch beim nächs­ten Volks­fest ge­ben

Das Si­cher­heits­kon­zept in Günz­burg hat sich be­währt. Wün­sche für 2017 gibt es aber auf je­den Fall noch

Mittelschwaebische Nachrichten - - Landkreis | Sport Aus Der Region - VON CHRIS­TI­AN KIRSTGES

Günz­burg Es war ein an­de­res Volks­fest als die Jah­re zu­vor. Die An­schlä­ge und der Amok­lauf in Bay­ern hat­ten auch in Günz­burg zu stren­ge­ren Si­cher­heits­vor­keh­run­gen ge­führt – und die ka­men bei den meis­ten Be­su­chern gut an, er­klärt Ge­or­gi­ne Fäß­ler, bei der Stadt für das Fest zu­stän­dig, im Ge­spräch mit un­se­rer Zei­tung. Wäh­rend bei an­de­ren Ver­an­stal­tun­gen im Frei­staat Or­ga­ni­sa­to­ren an­ge­sichts der Si­cher­heits­la­ge be­reits über we­ni­ger Be­su­cher klag­ten, sei in Günz­burg kein Rück­gang der Zah­len zu mer­ken. Auch der Fest­wirt und die Schau­stel­ler sei­en zu­frie­den, auch wenn sich die­je­ni­gen, die zum ers­ten Mal auf dem Volks­fest ver­tre­ten wa­ren, doch er­hofft hät­ten. „Sie wa­ren er­nüch­tert.“Trotz­dem hät­ten ihr die meis­ten schon si­gna­li­siert, sich auch für das kom­men­de Jahr auf je­den Fall wie­der be­wer­ben zu wol­len.

Fäß­ler wür­de ger­ne ei­ne gro­ße Schau­kel oder ein Rie­sen­rad für Günz­burg bu­chen, aber das sei gar nicht so ein­fach. Fest steht aber schon, dass auch im nächs­ten Jahr wie­der ein Si­cher­heits­dienst en­ga­giert wird, trotz er­heb­li­cher Mehr­kos­ten, die sie nicht nä­her be­zif­fern will. Mit der Ko­ope­ra­ti­on mit der Po­li­zei ist Fäß­ler je­den­falls zu­frie­den, die ha­be ge­tan, was mög­lich war. Bloß am ers­ten Wo­che­n­en­de ha­be es ei­nen Eng­pass we­gen an­de­rer Ein­sät­ze ge­ge­ben.

Das weist Jür­gen Pet­ter, stell­ver­tre­ten­der Lei­ter der Günz­bur­ger Po­li­zei, al­ler­dings ent­schie­den zu­rück. Es sei­en im­mer so vie­le Be­am­te am Ort ge­we­sen wie ge­plant, und die Prä­senz sei im Ver­gleich zu den Vor­jah­ren auch deut­lich auf­ge­stockt wor­den, so­wohl mit ei­ge­nen Po­li­zis­ten als auch mit Kol­le­gen des NeuUl­mer Ein­satz­zu­ges und der Be­reit­schafts­po­li­zei. Wie vie­le Be­am­te genau da wa­ren, will Pet­ter al­ler­dings nicht sa­gen. Er ist je­den­falls froh, dass ins­ge­samt al­les ru­hig ge­blie­ben sei und die Be­su­cher auch po­si­tiv auf die Kon­trol­len re­agiert hät­ten. Durch die sei es auch ge­lun­gen, das „Vor­glü­hen“auf dem Platz zu un­ter­bin­den, har­ter Al­ko­hol sei vom Fest­ge­län­de fern­ge­hal­ten wor­den. Jür­gen Pet­ter ist sich si­cher, dass es 2017 auch wie­der stär­ke­re Kon­trol­len ge­ben wird, „denn die Si­cher­mehr heits­la­ge wird im nächs­ten Jahr nicht an­ders sein“.

Ein Fest wie das heu­er kann sich auch die Rad­braue­rei wün­schen, Ge­schäfts­füh­rer Ge­org L. Bu­cher ist auf je­den Fall rund­um zu­frie­den, auch wenn die ge­naue Bi­lanz noch aus­steht. Aber im Ver­gleich zum Vor­jahr ha­be sich schon bis zum ver­gan­ge­nen Wo­che­n­en­de ein Plus ab­ge­zeich­net, das durch­wach­se­ne Wetter sei op­ti­mal fürs Volks­fest ge­we­sen. „Ba­de­wet­ter wä­re da­für ein­fach Gift.“Der Ren­ner war nach sei­nen Wor­ten das Fest­bier, das im Ver­gleich zum Wei­zen klar bes­ser ver­kauft wor­den sei im Ver­hält­nis zwei Drit­tel oder drei Vier­tel. Am Günz­bur­ger Abend sei zu­dem das na­tur­trü­be Fest­bier rest­los aus­ver­kauft wor­den, freut sich Bu­cher.

Fo­to: Bern­hard Weiz­enegger

An den Ein­gän­gen des Günz­bur­ger Volks­fests gab es die­ses Jahr Ta­schen­kon­trol­len. Bei den Be­su­chern kam das meis­tens gut an.

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