Rund­funk­bei­trag: Münch­ner Ver­lag will nicht zah­len

Mittelschwaebische Nachrichten - - Wirtschaft -

Mün­chen Muss ein Zei­tungs­ver­lag den Rund­funk­bei­trag zah­len, wenn er selbst An­tei­le an ei­nem pri­va­ten Ra­dio­sen­der hält? Die­se Fra­ge be­schäf­tigt den Baye­ri­schen Ver­wal­tungs­ge­richts­hof. Der Mün­che­ner Zei­tungs-Ver­lag, zu dem un­ter an­de­rem der Münch­ner Mer­kur und die tz ge­hö­ren, will den Bei­trag spa­ren.

Er be­grün­det das mit sei­ner 25-pro­zen­ti­gen Be­tei­li­gung an dem Lo­kal­ra­dio-Sen­der 95.5 Cha­ri­va­ri. Laut Rund­funk­bei­trags­staats­ver­trag müs­sen pri­va­te Rund­funk­ver­an­stal­ter und -an­bie­ter nicht zah­len, weil sie nicht da­zu ver­pflich­tet wer­den kön­nen, ih­re Kon­kur­renz zu un­ter­stüt­zen. Aus Sicht des Baye­ri­schen Rund­funks (BR) ist der Zei­tungs­ver­lag aber kein Rund­funk­an­bie­ter im klas­si­schen Sinn – und soll zah­len. Streit­wert: rund 1000 Eu­ro pro Jahr, ins­ge­samt in­zwi­schen 3000 Eu­ro. Der BR be­fürch­tet Nach­ah­mer. Spä­tes­tens am Frei­tag soll das Ur­teil fest­ste­hen. (dpa)

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