Nicht je­des Land­schafts­bild stammt von Pe­ter Doig

Mittelschwaebische Nachrichten - - Feuilleton -

Der Ma­ler Pe­ter Doig, 57, hat in ei­nem skur­ri­len Kunst-Pro­zess um ein an­geb­lich von ihm stam­men­des Bild Recht be­kom­men. Das um­strit­te­ne rund 40 Jah­re al­te Land­schafts­ge­mäl­de stam­me nicht von Doig, ur­teil­te Rich­ter Ga­ry Fei­ner­man am Di­ens­tag in Chi­ca­go nach sie­ben Ver­hand­lungs­ta­gen. „Pe­ter Doig kann nicht der Ur­he­ber die­ses Wer­kes ge­we­sen sein.“Ähn­lich­kei­ten zwi­schen dem Bild und Ge­mäl­den von Doig sei­en „pu­rer Zu­fall“. Ge­klagt hat­te ein frü­he­rer Ge­fäng­nis­auf­se­her aus Ka­na­da, der das Bild in den 70er Jah­ren ge­kauft hat­te – an­geb­lich von Doig in ei­nem Ge­fäng­nis. Der Ma­ler er­klär­te je­doch, nie dort ge­we­sen zu sein. Dar­auf­hin ver­klag­te der frü­he­re Auf­se­her Doig auf sie­ben Mil­lio­nen Dol­lar Scha­den­er­satz, weil er das Bild nun nicht mehr teu­er ver­kau­fen konn­te. Die Ge­mäl­de des in Groß­bri­tan­ni­en ge­bo­re­nen Doig ha­ben in der Ver­gan­gen­heit teils zwei­stel­li­ge Mil­lio­nen­be­trä­ge ein­ge­bracht. Doig lehrt an der Kunst­aka­de­mie Düs­sel­dorf und lebt haupt­säch­lich in Tri­ni­dad und New York. (dpa)

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