Kein Hirn­ge­spinst

Mittelschwaebische Nachrichten - - Meinung & Dialog -

Zu „Bund will Bür­ger auf Ka­ta­stro­phen bes­ser vor­be­rei­ten“(Sei­te 1) vom 22. Au­gust: Was be­wegt die Re­gie­rung zu die­sem vi­el­leicht über­ra­schend kom­men­den Auf­ruf? Ein An­griff auf das Ter­ri­to­ri­um Deutsch­lands soll es al­so nicht sein, auch die jüngs­ten Ter­ror­an­schlä­ge nicht. Den Kli­ma­wan­del an­zu­füh­ren, ist na­tür­lich glat­ter Un­sinn, da sich Kli­ma­schwan­kun­gen über Jahr­zehn­te oder bes­ser Jahr­hun­der­te voll­zie­hen und nicht über Nacht. Auch lo­ka­le Über­schwem­mun­gen stür­zen ein Land nicht ins Cha­os.

Denk­bar sind hin­ge­gen Cy­ber­at­ta­cken grö­ße­ren Aus­ma­ßes, die wei­te Tei­le ei­ner In­fra­struk­tur au­ßer Kraft set­zen könn­ten.

Das wahr­schein­lichs­te Sze­na­rio wä­re je­doch ein groß­flä­chi­ger mehr­tä­gi­ger Strom­aus­fall, der auf­grund der un­be­re­chen­ba­ren Leis­tungs­spit­zen, ver­ur­sacht durch Wind­kraft­an­la­gen und Pho­to­vol­ta­ik, die Strom­net­ze zu­neh­mend be­las­tet. Die Netz­ein­grif­fe zur Sta­bi­li­sie­rung des Strom­net­zes ha­ben sich von vier Maß­nah­men pro Jahr in 2006 auf über 6200 (!) Ein­grif­fe im Jah­re 2015 er­höht.

Dass dies kein Hirn­ge­spinst ist, be­weist die Druck­sa­che 17/5672 des Deut­schen Bun­des­ta­ges vom 27.04.2011, nach­zu­le­sen im In­ter­net. Klaus Kroeschell, Memmingen

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