Dar­um zählt je­de Mi­nu­te

Mittelschwaebische Nachrichten - - Die Dritte Seite -

Wenn ein Mensch ver­schüt­tet wird, wer­den nicht nur die er­lit­te­nen Ver­let­zun­gen für ihn zur Ge­fahr. Ein wich­ti­ger Fak­tor ist die Luft­zu­fuhr. „In Ita­li­en gibt es vie­le al­te Ge­bäu­de aus ein­fa­chem Mau­er­werk. Die Trüm­mer sind sehr klein­bro­ckig – da­durch bil­den sich nicht so vie­le Hohl­räu­me“, er­klärt Ulf Lan­ge­mei­er vom Tech­ni­schen Hilfs­werk.

Ein wei­te­res Pro­blem ist die Ver­sor­gung der Op­fer mit Was­ser. Ge­lingt es nicht, die Ver­schüt­te­ten in­ner­halb von drei bis vier Ta­gen zu ret­ten, sinkt die Über­le­bens­wahr­schein­lich­keit stark.

Um Ver­schüt­te­te zu fin­den, setzt das Hilfs­werk ne­ben Ret­tungs­hun­den auf Ka­me­ras, die auf ei­nem Te­le­skop­stab in die Trüm­mer vor­drin­gen kön­nen. Ei­ne Va­ri­an­te sind Seis­mo­gra­fen, die Kratz- und Klopf­ge­räu­sche or­ten. Bei der Ber­gung ist ein Bau­in­ge­nieur da­bei, um ab­zu­klä­ren, wo die Hel­fer ein­drin­gen kön­nen, oh­ne Trüm­mer ins Rut­schen zu brin­gen.

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