Va­ter tö­tet Leh­rer der Toch­ter

Mittelschwaebische Nachrichten - - Panorama -

Lüneburg Im Pro­zess um den ge­walt­sa­men Tod ei­nes Leh­rers in Cel­le hat der An­ge­klag­te ein­ge­räumt, den Päd­ago­gen im Streit mit ei­nem St­ein und ei­ner Ei­sen­stan­ge er­schla­gen zu ha­ben.

Der 55 Jah­re al­te Leh­rer woll­te die 20-jäh­ri­ge Toch­ter des an­ge­klag­ten Af­gha­nen hei­ra­ten. Da­mit war der Mann aber nicht ein­ver­stan­den. Der Leh­rer ha­be ihm mit Ab­schie­bung ge­droht und an­ge­kün­digt, ihm die Toch­ter weg­zu­neh­men. Es kam zu ei­nem Streit im Haus des Päd­ago­gen. „Da ha­be ich nur noch rot­ge­se­hen“, sag­te der 59 Jah­re al­te An­ge­klag­te im Land­ge­richt Lüneburg.

Ein Kol­le­ge hat­te den To­ten ent­deckt, nach­dem der Leh­rer ei­nes Ta­ges nicht in der Schu­le er­schie­nen und nicht ans Te­le­fon ge­gan­gen war. Die An­kla­ge lau­tet auf Tot­schlag, der 59-Jäh­ri­ge soll im Zu­stand er­heb­lich ver­min­der­ter Schuld­fä­hig­keit mehr­fach zu­ge­schla­gen ha­ben. Die Staats­an­wäl­tin sprach von ei­ner „tief­grei­fen­den Be­wusst­seins­stö­rung“. Das Ge­richt hat sechs Ver­hand­lungs­ter­mi­ne an­ge­setzt. (dpa)

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