Ma­ka­be­res Mär­chen

Mittelschwaebische Nachrichten - - Meinung & Dialog -

Zu „Zu­rück im ver­trau­ten Hun­de­le­ben“(Bay­ern) vom 29. Au­gust: Mir als Mensch mit ge­sun­dem Men­schen­ver­stand kann nie­mand weis­ma­chen, dass ein Wel­pe nach vier Jah­ren bei an­de­ren Leu­ten, die be­stimmt gut zu ihm wa­ren, so­fort sei­ne „an­geb­li­chen“al­ten Uten­si­li­en (Körb­chen und „Ted­dy“usw.) in Bran­den­burg wie­der­er­kannt hat.

Es ist so­wie­so ein Wun­der, dass nun auch noch das al­te Hals­band, das Lu­lu als Wel­pe hat­te, ihr als aus­ge­wach­se­ne Da­ckel­da­me noch pas­sen soll. Die Hun­de­da­me fühlt sich mei­nes Erach­tens aus ih­rer ge­wohn­ten Um­ge­bung raus­ge­ris­sen und hat nun schlicht und er­grei­fend Angst. Mir tun die zwei Münch­ner von gan­zem Her­zen leid, da ich selbst Tie­re ha­be und es to­tal nach­voll­zie­hen könn­te, wenn mir ei­nes mei­ner Tie­re ge­nom­men wür­de. Aber man merkt hier ganz deut­lich, dass man den Le­sern ein ganz be­son­de­res ma­ka­be­res Mär­chen un­ter­brei­ten will, was so gar nichts mit Rea­li­tät zu tun hat. Es ist wirk­lich trau­rig, dass ein Hund auch nur ei­ne Sa­che ist und man kei­ne Rück­sicht auf das Wohl­be­fin­den des Tie­res nimmt.

Haupt­sa­che, die Bran­den­bur­ger Da­me hat wie­der ein Zucht­tier, um die fet­te Koh­le zu ma­chen. Bleibt nur zu hof­fen, dass Lu­lu al­les gut über­steht. Bar­ba­ra Rib­bes, Me­ring

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