Bis­her ver­geb­lich ge­war­tet

Mittelschwaebische Nachrichten - - Meinung & Dialog -

Zum Leit­ar­ti­kel „Eu­ro­pa hilft jetzt nur eins: Pro­ble­me lö­sen“von Wal­ter Rol­ler vom 30. Au­gust: Ne­ben durch­aus er­wä­gens­wer­ten Über­le­gun­gen zu eu­ro­päi­schen Fra­gen be­klagt der Ver­fas­ser – wie schon an­de­re vor­her in Leit­ar­ti­keln/Kom­men­ta­ren und vie­len Le­ser­brie­fen in der Zei­tung–, dass die „EU-Au­ßen­gren­zen wei­ter nicht ge­schützt“sind. Doch wie soll das oh­ne Ab­kom­men mit der Tür­kei kon­kret be­werk­stel­ligt wer­den? Sol­len Flücht­lings­boo­te mit Schüs­sen an der Wei­ter­fahrt ge­hin­dert wer­den oder lässt man die Flücht­lin­ge er­trin­ken, wenn ihr Boot sinkt?

Ich den­ke, dass kei­ne vor­stell­ba­re Maß­nah­me un­ter hu­ma­ni­tä­ren oder gar christ­li­chen Ge­sichts­punk­ten durch­führ­bar ist. We­gen mei­ner be­grenz­ten Vor­stel­lungs­mög­lich­kei­ten war­te ich schon seit Wo­chen ge­spannt auf ei­nen rea­lis­ti­schen Lö­sungs­vor­schlag der Ver­fas­ser, die für ei­ne Auf­he­bung der Ver­ein­ba­rung mit der Tür­kei plä­die­ren und/oder mehr Grenz­schutz for­dern – bis­her ver­geb­lich.

Die po­pu­lis­ti­sche For­de­rung nach ei­nem Aus­bau des Grenz­schut­zes ist da­ge­gen leicht zu wie­der­ho­len, so­lan­ge man kei­ne in­halt­li­che Aus­sa­ge zum Wie ma­chen muss. Franz Reich, Schwab­mün­chen

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