Was wahr ist und was nicht

Mittelschwaebische Nachrichten - - Medien -

Das Letz­te Ich re­ge mich auf, seit Ta­gen. Als Jour­na­list spie­len mei­ne Ge­füh­le aber kei­ne Rol­le. Zu­mal ich weit­aus Bes­se­res tun kann: re­cher­chie­ren, in­for­mie­ren, auf­klä­ren, Öf­fent­lich­keit her­stel­len. In die­sem Fall be­schrän­ke ich mich dar­auf, Öf­fent­lich­keit her­zu­stel­len. Re­cher­chiert, in­for­miert und auf­ge­klärt ha­ben et­wa die Kol­le­gen der „Münch­ner Kir­chen­nach­rich­ten“.

Es geht um ein Fo­to, das im In­ter­net kur­siert, und an­geb­lich an ei­ne Münch­ner Kir­che uri­nie­ren­de Flücht­lin­ge zeigt. Bei Face­book wur­de es tau­send­fach ge­teilt und mit frem­den­feind­li­chen, hass­er­füll­ten Kom­men­ta­ren ver­se­hen. Von Fak­ten las­sen sich die­se Nut­zer nicht be­ein­dru­cken. Für sie ist wahr, was sie als wahr emp­fin­den. Die Fak­ten: „Seit ei­ni­gen Jah­ren wird ei­ner der Räu­me un­se­rer Kir­che von der eri­treisch-or­tho­do­xen Ge­mein­de be­nutzt“, er­klär­te die ka­tho­li­sche Pfar­rei St. Ger­trud. „Nach der Tra­di­ti­on der or­tho­do­xen Chris­ten in Eri­trea und Äthio­pi­en ge­hen die Gläu­bi­gen oft nicht in die Kir­che hin­ein, son­dern be­ten drau­ßen vor der Kir­che. Sie leh­nen sich an die Wand des Got­tes­hau­ses und be­ten“, heißt es un­ter st-ger­trud-mu­en­chen.de. „Es ist nicht das, was so man­cher ,be­sorg­te Bür­ger‘ hier ver­mu­tet!“

*** Zu gu­ter Letzt Weil es so schön ist, was Pe­ter Kraus (un­ser Fo­to) zum 60. Ge­burts­tag der Bra­vo ver­gan­ge­ne Wo­che dem SWR sag­te, hier ein Nach­trag: Der Sän­ger er­in­ne­re sich mit Grau­sen an sei­nen „Star­schnitt“im Heft. „Es war schreck­lich, der Star­schnitt war nicht in Le­bens­grö­ße“, er­zähl­te er. Auf dem Pos­ter sei er „um fünf oder sie­ben Zen­ti­me­ter klei­ner“ge­we­sen. Da­bei ha­be er doch 1,84 Me­ter ge­mes­sen.

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