Wie viel Müll die Ba­de­gäs­te im Land­kreis hin­ter­las­sen

Se­en und Frei­bä­der sind der­zeit gut be­sucht. Wo sich die Men­schen tags­über ent­span­nen, hin­ter­las­sen sie ih­re Spu­ren und es zeigt sich, wie or­dent­lich die Land­kreis­bür­ger sind

Mittelschwaebische Nachrichten - - Landkreis - VON AN­JA SCHWAB

Land­kreis Die Ba­de­sai­son neigt sich dem En­de zu. Be­son­ders an den hei­ßen Ta­gen wa­ren die Frei­bä­der und Se­en in der Re­gi­on wie­der gut be­sucht. Wie sieht es je­doch an sol­chen Ta­gen mit dem Müll aus, den Ba­de­gäs­te vie­ler­orts an See­ufern und Lie­ge­wie­sen hin­ter­las­sen?

Die Krum­ba­cher Ba­de­gäs­te ver­hiel­ten sich laut Mar­kus Sau­er, Schwimm­meis­ter im Krum­ba­cher Stadt­bad, re­la­tiv or­dent­lich: „Im Mo­ment be­su­chen vie­le Fa­mi­li­en das Bad, was sich po­si­tiv auf die Müll­si­tua­ti­on aus­wirkt, da die­se oft sau­be­rer sind als bei­spiels­wei­se Ju­gend­li­che.“Trotz­dem müss­ten er und sei­ne Kol­le­gen je­den Tag zwi­schen ei­ner und ein­ein­halb St­un­den her­um­lie­gen­den Müll auf­sam­meln.

Auch Jo­sef Sto­cker von der Kreis­fach­be­ra­tung für Lan­des­pfle­ge und Gar­ten­kul­tur, der für die Pfle­ge der gro­ßen Ba­de­se­en im Land­kreis zu­stän­dig ist, un­ter an­de­rem für den Ober­rie­der Wei­her oder den Sil­ber­see, sieht kein Pro­blem durch Ver­mül­lung. Ins­ge­samt be­schreibt er die Si­tua­ti­on als „re­la­tiv gut“. Das liegt laut Sto­cker dar­an, dass an den Se­en vie­le Müll­ton­nen ver­teilt sind, da­mit die Leu­te nicht weit lau­fen müs­sen, um ih­ren Müll zu ent­sor­gen. Die­se Ton­nen wer­den zum Bei­spiel am Sil­ber­see vom Wirt der Gast­stät­te „Am Sil­ber­see“, die sich di­rekt ne­ben dem See be­fin­det, bei Be­darf ge­leert, so Sto­cker.

Im Stadt­bad Krum­bach lee­ren die Ba­de­meis­ter im Hoch­som­mer je­den zwei­ten Tag die gro­ßen Müll­ton­nen des Ba­des. „Der Müll, den die rund 3500 Gäs­te, die das Stadt­bad an gu­ten Ta­gen be­su­chen, hin­ter­las­sen, er­gibt et­wa ei­nen klei­nen Au­to­an­hän­ger voll“, so Sau­er.

Die Fe­ri­en- und Ur­laubs­zeit ist laut Sto­cker auch an den Se­en im Land­kreis zu spü­ren, trägt je­doch nicht zu ei­ner we­sent­li­chen Ver­schlech­te­rung der Si­tua­ti­on bei. „Je mehr Leu­te an ei­nem Wei­her sind, des­to mehr Müll liegt rum“, sagt Sto­cker. Trotz­dem ha­ben ihn des­we­gen noch kei­ne Be­schwer­den er­reicht. Das pas­sie­re laut Sto­cker nur in „ganz kras­sen Fäl­len“.

Auch in Krum­bach ist die Fe­ri­en­zeit be­merk­bar, be­wirkt ent­ge­gen der Vor­stel­lung al­ler­dings ei­ne Ver­den bes­se­rung der La­ge, da vie­le Leu­te im Ur­laub sind, so Sau­er.

Im Wald­bad Günz­burg ver­hält es sich ganz ähn­lich. Jo­hann Stelz­le, Chef der Stadt­wer­ke Günz­burg, er­klärt, dass sich die hin­ter­las­se­ne Müll­men­ge auf der Lie­ge­wie­se im nor­ma­len Rah­men be­we­ge. Laut Stelz­le bleibt im Wald­bad im­mer ein biss­chen Müll zu­rück, al­ler­dings kann er in­ner­halb ei­ner St­un­de ent­fernt wer­den. Die­se Ar­beit über­neh­men täg­lich, auch am Wo­che­n­en­de, Mit­ar­bei­ter der Stadt­wer­ke und die Ba­de­meis­ter des Wald­ba­des, so Stelz­le wei­ter.

Be­schwer­den von Ba­de­gäs­ten we­gen man­geln­der Hy­gie­ne gibt es auch in den Frei­bä­dern Krum­bach und Günz­burg nicht, be­teu­ern Sau­er und Stelz­le.

Sym­bol­bild: Alex­an­der Ka­ya

Die Land­kreis­bür­ger ver­hal­ten sich an den Ba­de­se­en und in den Frei­bä­dern re­la­tiv or­dent­lich. Trotz­dem sam­melt sich täg­lich ei­ne an­sehn­li­che Men­ge Müll an, wel­che die Mit­ar­bei­ter in den Bä­dern ent­sor­gen müs­sen.

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