We­nig Chan­cen für Kauf der Tho­mas-Mann-Vil­la

Mittelschwaebische Nachrichten - - Feuilleton -

Trotz ei­ner Pe­ti­ti­on nam­haf­ter Künst­ler gibt es der­zeit we­nig Chan­cen, dass Deutsch­land die ehe­ma­li­ge Tho­mas-Mann-Vil­la in Ka­li­for­ni­en kau­fen könn­te. Aus der Bun­des­re­gie­rung hieß es am Frei­tag, ei­ne mög­li­che Über­nah­me wer­de „er­geb­nis­of­fen“ge­prüft. Al­ler­dings ver­fü­ge die Bun­des­re­pu­blik in Los An­ge­les mit der Vil­la Au­ro­ra – die einst Li­on Feucht­wan­ger ge­hör­te – be­reits über ei­ne kul­tu­rel­le Be­geg­nungs­stät­te, die ein re­prä­sen­ta­ti­ves und er­folg­rei­ches Re­si­denz­pro­gramm für Künst­ler an­bie­te. Die Pe­ti­ti­on zum Er­halt der Vil­la hat in­zwi­schen mehr als 1600 Un­ter­stüt­zer, an der Spit­ze Li­te­ra­tur-No­bel­preis­trä­ge­rin Her­ta Mül­ler. Sie wol­len ver­hin­dern, dass das Haus im ka­li­for­ni­schen Pa­ci­fic Pa­li­sa­des an ei­nen pri­va­ten In­ves­tor ver­kauft und mög­li­cher­wei­se ab­ge­ris­sen wird. Die Fa­mi­lie Mann hat­te nach der Emi­gra­ti­on aus Na­ziDeutsch­land in dem Haus am San Re­mo Dri­ve von 1942 an ge­lebt. Li­te­ra­tur-No­bel­preis­trä­ger Tho­mas Mann schrieb dort an sei­nem Al­ters­werk „Dok­tor Faus­tus“. (dpa)

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