Venedig zeigt erst­mals Vir­tu­al-Rea­li­ty-Spiel­film

Mittelschwaebische Nachrichten - - Feuilleton -

Der an­geb­lich ers­te Spiel­film in Vir­tu­al Rea­li­ty ist Ge­sprächs­the­ma beim Fes­ti­val in Venedig. „Je­sus VR – The Sto­ry of Christ“wur­de mit Tech­ni­ken ge­dreht, die den Zu­schau­ern er­lau­ben, sich mit­ten im Ge­sche­hen des Films zu füh­len. Beim der­zei­ti­gen Film­fest wer­den in Son­der­vor­füh­run­gen knapp 40 Mi­nu­ten des Werks ge­zeigt. Nach Fer­tig­stel­lung soll der Film 90 Mi­nu­ten lang sein und ab Weih­nach­ten in aus­ge­wähl­te Ki­nos kom­men. Die Zu­schau­er sit­zen in Venedig auf dreh­ba­ren Stüh­len und set­zen spe­zi­el­le Bril­len auf. So kann man sich wäh­rend der Film­vor­füh­rung im­mer dort­hin dre­hen, wo­hin man schau­en möch­te – et­wa auf das in der Krip­pe lie­gen­de Je­sus­kind, ei­ne Kuh im Stall ne­ben­an oder die war­ten­den Be­su­cher. Die ge­zeig­ten Aus­schnit­te las­sen al­ler­dings ei­nen ex­trem kon­ven­tio­nell er­zähl­ten Film mit eher mit­tel­mä­ßi­gen Schau­spie­lern er­ah­nen. Auch die Bil­der wir­ken nicht so scharf wie ge­wohnt. Ob so tat­säch­lich die Zu­kunft des Ki­nos aus­sieht? (dpa)

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