Fred hat Schwein ge­habt

Mittelschwaebische Nachrichten - - Capito - Ca­pi­to@augs­bur­ger-all­ge­mei­ne.de

Raus aus dem Ge­he­ge, rein ins Feld! So mach­te sich das zah­me Wild­schwein Fred auf und da­von. Sein Be­sit­zer Hin­nerk Uh­len­brock mach­te sich Sor­gen um sei­nen klei­nen Freund. Uh­len­brock hat­te Fred vor ei­ni­ger Zeit das Le­ben ge­ret­tet. „Völ­lig un­ter­kühlt, fast blind we­gen ent­zün­de­ter Au­gen und nur noch am Rö­cheln“, so be­kam Hin­nerk Uh­len­brock da­mals den klei­nen Frisch­ling. Er pfleg­te ihn ge­sund. Die Freun­de von Uh­len­brock scherz­ten schon, dass man aus Fred ei­nen Weih­nachts­bra­ten ma­chen kön­ne. „Nix da!“, sagt Uh­len­brock. Er wol­le, dass Fred bei ihm alt wer­de. Nun hat sich Fred aber selbst in gro­ße Ge­fahr ge­bracht. Er flitz­te über die Fel­der in der Nä­he der to­sen­den Au­to­bahn.

Aber er hat­te Schwein! Be­vor et­was pas­sie­ren konn­te, er­tapp­ten ihn Po­li­zis­ten am Stadt­rand von Soest. Sie tauf­ten das Tier Il­se und ver­wöhn­ten es mit Strei­chel­ein­hei­ten. Dann ging’s ins Tier­heim. Dort hol­te sein Herr­chen Fred kurz dar­auf wie­der ab. Hin­nerk Uh­len­brock war froh, dass er sei­nen Freund end­lich ge­fun­den hat­te. Da­mit Fred nicht wie­der aus­büxt, wird er ihm ein neu­es, si­che­re­res Ge­he­ge bau­en.

Hin­nerk Uh­len­brock ist froh, dass er Fred zu­rück hat. Fo­to: dpa

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