Schie­len birgt Ri­si­ken

Mittelschwaebische Nachrichten - - Gesundheit -

Wenn der Schiel­win­kel des ab­wei­chen­den Au­ges nur sehr ge­ring ist (Mi­krostra­bis­mus), fällt das Schie­len oft nicht auf. Den­noch be­steht das Ri­si­ko der Schwach­sich­tig­keit und des ein­äu­gi­gen Se­hens. Die Au­gen­ärz­tin Do­ro­thea Besch emp­fiehlt des­halb al­len El­tern, ihr Kind in den ers­ten bei­den Le­bens­jah­ren ein­mal ei­nem Au­gen­arzt vor­zu­stel­len. Wird das Schie­len nicht be­han­delt, dro­hen we­sent­li­che Nach­tei­le im wei­te­ren Le­ben.

Men­schen, de­ren räum­li­ches Se­hen be­ein­träch­tigt ist, sind von be­stimm­ten Be­ru­fen aus­ge­schlos­sen. Dies be­trifft be­son­ders Tä­tig­kei­ten im Be­reich Ver­kehr, so bei der Bahn oder in der Luftfahrt. Nach ak­tu­el­len Un­ter­su­chun­gen kom­men aber auch Ver­hal­tens­stö­run­gen, Leis­tungs­schwä­che und Le­se-Recht­schreib­pro­ble­me bei schie­len­den Kin­dern häu­fi­ger vor. Schie­len kann auch zu psy­chi­schen Pro­ble­men füh­ren, da das er­kenn­ba­re An­ders­sein oft zum ge­sell­schaft­li­chen Aus­schluss führt. Dra­ma­ti­sche Fol­gen kann es ha­ben, wenn das „gu­te“Au­ge ge­schä­digt wird. (bref)

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