Was den Deut­schen Angst macht

Ge­ra­de die mitt­le­re Ge­ne­ra­ti­on schaut skep­tisch in die Zu­kunft

Mittelschwaebische Nachrichten - - Erste Seite -

Ber­lin Das Ver­trau­en in ei­ne gu­te Zu­kunft ist vie­len Deut­schen ab­han­den­ge­kom­men. Nur noch 43 Pro­zent der 30- bis 59-Jäh­ri­gen se­hen den kom­men­den Mo­na­ten hoff­nungs­voll ent­ge­gen. Das er­gab ei­ne Stu­die des Al­lens­bach-In­sti­tuts, das mehr als 1000 Frau­en und Män­ner der „Ge­ne­ra­ti­on Mit­te“be­fragt hat.

Im ver­gan­ge­nen Jahr hat­ten sich noch 57 Pro­zent zu­ver­sicht­lich ge­äu­ßert. Zwar be­ur­tei­len 75 Pro­zent ih­re Le­bens­si­tua­ti­on noch im­mer als gut oder so­gar sehr gut. Zugleich nimmt aber die Angst zu – vor ei­ner wach­sen­den Kluft zwi­schen Arm und Reich und stei­gen­der Frem­den­feind­lich­keit, vor ter­ro­ris­ti­schen An­schlä­gen und zu gro­ßem Flücht­lings­zu­zug. Die Hälf­te der Deut­schen be­fürch­tet zu­dem, dass der Ein­fluss des Is­lams zu groß wird.

Al­lens­bach-Che­fin Re­na­te Kö­cher sieht dar­in ei­ne be­mer­kens­wer­te Trend­wen­de. In den 15 Jah­ren zu­vor sei die deut­sche Ge­sell­schaft im­mer of­fe­ner ge­gen­über Zu­wan­de­rern ge­wor­den. Das ha­be sich mit der Flücht­lings­kri­se ver­än­dert. 60 Pro­zent rech­nen da­mit, dass durch Zu­wan­de­rung An­hän­ger von Ter­ror­grup­pen ins Land kom­men. Mehr als die Hälf­te be­fürch­tet stei­gen­de Kri­mi­na­li­tät. Dass Deutsch­land Zu­wan­de­rung braucht, weil hier zu we­nig Kin­der ge­bo­ren wer­den, be­ja­hen nur noch 26 Pro­zent – 15 Pro­zent­punk­te we­ni­ger als 2014. (epd) »Kom­men­tar und Po­li­tik

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