Stim­me der Ver­nunft

Mittelschwaebische Nachrichten - - Meinung & Dialog -

Zu „Wie Mer­kel die CSU zum Ver­zwei­feln bringt“(Po­li­tik) vom 7. Sep­tem­ber: Wenn CDU-Ge­ne­ral­se­kre­tär Tau­ber und an­de­re CDU-Po­li­ti­ker jetzt in Rich­tung CSU Ge­schlos­sen­heit in der Flücht­lings­fra­ge for­dern, dann ist das zu­nächst ein­mal ver­ständ­lich. Men­schen wol­len Klar­heit dar­über, wo­hin die Rei­se geht. Schein­bar end­lo­se Aus­ein­an­der­set­zun­gen ver­un­si­chern sie nur. Aber noch wich­ti­ger als Ge­schlos­sen­heit ist ein rich­ti­ger Kurs, der die Men­schen über­zeugt. Und die CSU ist ge­ra­de in der Flücht­lings­fra­ge nä­her am Men­schen als die CDU. Des­halb wä­re es we­nig hilf­reich, die Stim­me der Ver­nunft aus Bay­ern un­ter­drü­cken zu wol­len. Ge­schlos­sen­heit der Uni­on und ei­ne zugleich ver­nünf­ti­ge Po­li­tik lie­ßen sich er­rei­chen, wenn die Kanz­le­rin auf die Li­nie der CSU ein­schwen­ken wür­de. Nicht um­ge­kehrt. Denn sonst wür­de Ge­schlos­sen­heit ja vor­aus­set­zen, dass man in Bay­ern den Ver­stand an der Gar­de­ro­be ab­gibt. Das wä­re ab­surd. Es wä­re nicht gut für die Uni­on. Und vor al­lem wä­re es nicht gut für Deutsch­land. Dr. Lothar Thür­mer, Fried­berg

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.