Kla­re Kan­te

Mittelschwaebische Nachrichten - - Meinung & Dialog -

Zu „Mer­kel und Er­do­gan le­gen Streit bei“(Sei­te 1) vom 5. Sep­tem­ber: Es ist schon be­mer­kens­wert, wie un­se­re Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel ver­sucht, ih­re Flücht­lings­po­li­tik und vor­nehm­lich da­bei das Flücht­lings­ab­kom­men mit der Tür­kei zu ret­ten. Vor­der­grün­dig soll es um die Rei­se­mög­lich­keit von Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten nach In­cir­lik/Tür­kei ge­hen.

Vor al­lem die zahl­rei­chen tür­kisch­stäm­mi­gen Ab­ge­ord­ne­ten, die von den hier le­ben­den Er­do­ganAn­hän­gern be­schimpft und teil­wei­se be­droht wer­den, dürf­ten sich von Mer­kels Dis­tan­zie­rung von der Armenien-Resolution des Bun­des­ta­ges ver­ra­ten füh­len. Nicht an­ders kann Frau Mer­kels Äu­ße­rung ge­gen­über dem tür­ki­schen Staats­chef ge­deu­tet wer­den, „die Resolution sei nicht bin­dend“. Wie gut ist es, dass we­nigs­tens Bun­des­tags­prä­si­dent Nor­bert Lam­mert der Re­gie­rung in der Tür­kei kla­re Kan­te zeigt. Her­bert Fitz­ka, Kis­sing

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