Lö­cher stop­fen

Mittelschwaebische Nachrichten - - Politik - VON MAR­TIN FER­BER fer@augs­bur­ger-all­ge­mei­ne.de

Der In­nen­mi­nis­ter hat’s ver­spro­chen und der Fi­nanz­mi­nis­ter, einst sel­ber für die in­ne­re Si­cher­heit zu­stän­dig, hat sei­ne Scha­tul­le weit ge­öff­net. Die Si­cher­heits­be­hör­den und die Ge­heim­diens­te dür­fen sich auf sat­te Er­hö­hun­gen ih­rer Bud­gets freu­en. Mehr Geld, mehr Per­so­nal, mehr Tech­nik – es soll ih­nen an nichts feh­len.

Die Bot­schaft, die die Bun­des­re­gie­rung da­mit aus­sen­det, ist ein­deu­tig: An der in­ne­ren Si­cher­heit wird nicht mehr ge­spart, der Schutz der Be­völ­ke­rung hat obers­te Prio­ri­tät, die Schlag­kraft der Di­ens­te wird er­höht, mög­li­che De­fi­zi­te, die durch den Spar­kurs der Ver­gan­gen­heit ent­stan­den sind, wer­den so rasch wie mög­lich be­ho­ben. In­di­rekt ge­steht die Uni­on, die seit elf Jah­ren un­un­ter­bro­chen die po­li­ti­sche Ver­ant­wor­tung für die in­ne­re Si­cher­heit in die­sem Lan­de trägt, da­mit aber auch ein, in die­ser Zeit zu we­nig in­ves­tiert und zu viel Per­so­nal ab­ge­baut zu ha­ben. Nun muss die Uni­on die Si­cher­heits­lö­cher stop­fen, die sie sel­ber ge­ris­sen hat.

Der Etat des Bun­des­am­tes für Ver­fas­sungs­schutz steigt um sat­te 18 Pro­zent, der des BND im­mer­hin um zwölf Pro­zent. Das al­ler­dings nimmt nun die Si­cher­heits­be­hör­den und Ge­heim­diens­te in die Pflicht. Die Zei­ten, in de­nen sie der Po­li­tik den schwar­zen Pe­ter zu­schie­ben konn­ten, sind vor­bei. Das feh­len­de Geld ist kei­ne Aus­re­de mehr.

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