Auf die Pro­be ge­stellt

Ein frisch ver­hei­ra­te­tes Paar ist glück­lich – bis sie psy­chisch krank wird

Mittelschwaebische Nachrichten - - Fernsehen Aktuell Am Freitag -

Ar­te, 20.15 Uhr Es ist das Jahr 1917 in der Schweiz. An­na von Rohr, ei­ne Ad­li­ge (Gaël­le Bo­na), und Je­an Scha­ef­fer, ein Uhr­ma­cher (Ma­thieu Si­mo­net), ver­lie­ben sich in­ein­an­der – ob­wohl An­na schon ver­lobt ist und sie aus un­ter­schied­li­chen ge­sell­schaft­li­chen Schich­ten stam­men. Als sich die bei­den fünf Jah­re spä­ter wiedersehen, ist An­nas Ver­lob­ter Ge­schich­te. Ih­re Mut­ter ist froh, dass die Toch­ter über­haupt noch ei­nen Mann fin­det. Der Weg ist frei, das Paar hei­ra­tet. Da­von han­delt das Dra­ma „Lie­be bis in die Nacht“, das am heu­ti­gen Frei­tag (20.15 Uhr) auf Ar­te läuft.

Wäh­rend Je­ans neu ge­grün­de­te Fir­ma Mi­do rasch flo­riert, geht es sei­ner jun­gen Frau zu­neh­mend schlech­ter: Sie hört plötz­lich Stim­men in ih­rem Kopf, die ihr bö­se Din­ge ein­flüs­tern und sie ver­wir­ren. Sie droht ab­zu­glei­ten und auch für ih­re mitt­ler­wei­le drei ei­ge­nen Kin­der zur Ge­fahr zu wer­den. Ein Arzt stellt bei ihr ei­ne Art von Schi­zo­phre­nie fest, die psych­ia­trisch be­han­delt wer­den muss. Je­an tut das zu­nächst als schwie­ri­ge Pha­se ab, doch als es An­na im­mer schlech­ter geht, muss er sich den Tat­sa­chen stel­len.

Auch wenn der Spiel­film manch­mal an der Gren­ze zum Kitsch ran­giert, ist er eben­so ein­fühl­sam wie un­ter­halt­sam. Kon­flik­te zwi­schen ge­sell­schaft­li­chen Klas­sen und die Kämp­fe der strei­ken­den Ar­bei­ter­schaft wer­den nicht aus­ge­spart. Im Vor­der­grund ste­hen im Film vom pol­nisch-schwei­ze­ri­schen Re­gis­seur Greg Zg­lin­ski aber die un­fass­ba­ren Schwie­rig­kei­ten des jun­gen Paa­res: Wie geht es wei­ter? Wie geht es An­na und was spielt sich in ih­rem Kopf ab? Ist sie wirk­lich wahn­sin­nig ge­wor­den? (dpa)

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