Oh­ne Wor­te

Mittelschwaebische Nachrichten - - Medien -

Schön ge­sagt hat das Frau­ke Lang­guth, die Che­fin von ARD Text: „Wir war­ten nicht, dass wir in Schön­heit ster­ben, son­dern wir ma­chen schon et­was.“

Es ging um den Vi­deo- oder Te­le­text, den es seit mehr als 30 Jah­ren in Deutsch­land gibt, und der in sei­ner gan­zen Pi­xe­lig­keit ziem­lich alt aus­sieht im Ver­gleich zu Face­book, Instagram, Twit­ter und Co. Und doch hat der Vi­deo­text Mil­lio­nen Fans – und wird im­mer mehr zum Ge­samt­kunst­werk. Im Wort­sin­ne.

Nach den „In­ter­na­tio­na­len Te­le­text Art Fes­ti­vals“der ver­gan­ge­nen vier Som­mer, wer­de in die­sem Jahr der bri­ti­sche Künst­ler Dan Far­ri­mond (auf dem Pi­xel-Selbst­por­trät ne­ben­an) die Zu­schau­er ab Vi­deo­text-Sei­te 860 „täg­lich mit neu­en Vi­deo­text-Kunst­wer­ken über­ra­schen“, hieß es zum Start der Pi­xelKunst­ak­ti­on am 1. Sep­tem­ber.

Bis zum 30. Sep­tem­ber set­ze sich Far­ri­mond mit ak­tu­el­len Er­eig­nis­sen und The­men aus­ein­an­der. Bis­lang hiel­ten sich Über­ra­schun­gen und Ak­tua­li­tät lei­der in Gren­zen, be­schäf­tig­te sich Far­ri­mond doch vor al­lem mit „krum­men“Jah­res­ta­gen: 350 Jah­re „Der Gro­ße Brand von Lon­don“, 18 Jah­re Grün­dung der Fir­ma Goog­le, 147 Jah­re Grund­stein­le­gung für Schloss Neu­schwan­stein. Hübsch an­zu­se­hen, Far­ri­mond aber kann mehr, kann es hu­mor­vol­ler und an­spie­lungs­rei­cher. Noch hat er ja Zeit, uns Pi­xel­freun­den das zu be­wei­sen.

*** Zä­sur Das kann ei­nen schon nach­denk­lich stim­men: Der Ver­band der nord­ame­ri­ka­ni­schen Zei­tungs­ver­le­ger streicht das Wort „Zei­tung“aus sei­nem Na­men. Die Ent­wick­lung in der Bran­che ge­he weg vom ge­druck­ten Wort.

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