Schnup­per­tag am Mu­sik­in­sti­tut Kolb

Mittelschwaebische Nachrichten - - Landkreis - VON PE­TER WIE­SER

Ei­nen kos­ten­lo­sen Schnup­per­tag ver­an­stal­tet das Krum­ba­cher Mu­sik­in­sti­tut Kolb am Mon­tag, 26. Sep­tem­ber. Be­ginn ist um 11 Uhr mit der El­tern-Kind-Mu­sik für Kin­der ab 18 Mo­na­ten. Am Nach­mit­tag kön­nen die Kur­se „Mu­si­ka­li­sche Früh­er­zie­hung“1 und 2 (ab et­wa 4 Jah­ren) so­wie die Trom­melg­rup­pe (ab 5 Jah­ren) be­sucht wer­den. (zg)

In­for­ma­tio­nen Nä­he­re In­for­ma­tio­nen und An­mel­dun­gen ab so­fort un­ter der Te­le­fon­num­mer 08282/82 65 65 und im In­ter­net un­ter: www.mu­sik­in­sti­tutkolb.de Krum­bach „Du bist das Land, dem ich die Treue hal­te“– spä­tes­tens nach der heim­li­chen Na­tio­nal­hym­ne Ti­rols, und dies be­reits nach we­ni­gen Stü­cken, war ei­nes deut­lich: ih­re Lei­den­schaft nicht nur zu böh­mi­scher Blas­mu­sik, son­dern auch ih­re Ver­bun­den­heit zur Hei­mat. Wer kei­nen Tisch re­ser­viert oder sich nicht ein, zwei St­un­den vor­her ei­nen Platz ge­si­chert hat­te, tat sich schwer, im voll be­setz­ten Fest­zelt noch un­ter­zu­kom­men, und das un­ter der Wo­che an ei­nem Mitt­woch. „Es le­be Krum­bach, es le­be die Blas­mu­sik“– was Nor­bert Rab­an­ser, der Mann am Schlag­zeug, dem Pu­bli­kum ver­sprach, wa­ren nicht vo­lu­mi­nö­se Bier­zelt­kra­cher, son­dern Blas­mu­sik vom Feinsten, in höchs­ter Per­fek­ti­on. Nicht ver­wun­der­lich, ob­wohl nur sechs Mal Blech und ein Schlag­zeu­ger: Bei den Inns­bru­cker Böh­mi­schen han­delt es sich um Pro­fi­mu­si­ker, die sich mit Ei­genar­ran­ge­ments und Ei­gen­kom­po­si­tio­nen ein be­son­de­res Mar­ken­zei­chen er­ar­bei­tet ha­ben. Nicht zu­letzt auch durch das Spie­len in re­nom­mier­ten Orches­tern und hoch­ran­gi­gen For­ma­tio­nen, wie un­ter an­de­rem dem Ti­ro­ler Sym­pho­nie­or­ches­ter Inns­bruck oder den Wie­ner Phil­har­mo­ni­kern. „Blas­mu­sik mit so we­nig Leu­ten, wie mög­lich“, sei ihr An­spruch, so Tu­bist Ger­hard An­ker, der Mann mit der an­geb­lich schnells­ten Zun­ge Ös­ter­reichs. Da­für aber mit au­ßer­or­dent­li­cher Vir­tuo­si­tät am In­stru­ment, wie es sich bei sei­nem „Tu­ba-Wahn­sinn“, dem das Schlag­zeug ge­ra­de noch fol­gen konn­te, zeig­te. „Sä­bel­tanz“im Fest­zelt: Den Fin­gern zu fol­gen, wie sie über die Ven­ti­le ih­rer Trom­pe­ten glit­ten (Heinz Weich­sel­ber­ger, Mar­kus Ett­lin­ger und Ru­pert Darn­ho­fer) war nicht mög­lich – ein­mal er­le­ben was „schnell“wirk­lich heißt. Um­so ge­fühl­vol­ler hat­te sich Man­fred Ko­bler, der Mann mit dem längs­ten Atem, zu­vor am Te­nor­horn beim Stück „Für die Ewig­keit“prä­sen­tiert. Und En­gel­bert Wörndle (Te­nor­horn, Po­sau­ne) stand die- mit sei­ner Jo­del­prä­sen­ta­ti­on in keins­ter Wei­se nach. Selbst das mehr­stim­mi­ge „Pro­sit der Ge­müt­lich­keit“nach dem As­tro­nau­ten­marsch ge­stal­te­te sich in har­mo­ni­schen Klän­gen. Und Bier ge­be es schließ­lich auf dem Mond ja auch kei­nes.

„Wir lie­ben die Freund­schaft mit Süd­ti­rol, mit Krum­bach und al­lem, was Le­der­ho­sen trägt“, be­merk­te Nor­bert Rab­an­ser. Und sol­che wa­ren zu­meist in Be­glei­tung von Dirndl­trä­ge­rin­nen auf­fal­lend zahl­reich ver­tre­ten und klatsch­ten be­geis­tert Bei­fall. „Mir wis­sad, dass se guat send, drum sim­mer komma“, so die Grup­pe aus Ober­ried. Und auch die bei­den Ehe­paa­re aus Hö­cken­dorf bei Dres­den, ge­ra­de un­ter­wegs zum Süd­ti­ro­ler Fes­ti­val der böh­mi­schen und mäh­ri­schen Blas­sem mu­sik nach Mühl­bach, stell­ten fest: „Ast­rein“.

Dass ne­ben Volks­wei­sen, wie „Da zöta­te Böck (Der haa­ri­ge Bock) aus dem Zil­ler­tal, auch Klas­si­ker wie die „Vo­gel­wie­se“nicht feh­len durf­ten, war klar. Am En­de stand das Pu­bli­kum dann doch noch auf den Bän­ken, als sich die sie­ben Mu­si­ker mit dem „Böh­mi­schen Traum“ver­ab­schie­de­ten.

Fo­to: Pe­ter Wie­ser

Be­geis­ter­ten das Pu­bli­kum der Krum­ba­cher Fest­wo­che: Die Inns­bru­cker Böh­mi­schen.

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