Skrip­nik un­ter Druck, Schus­ter ent­spannt

Wäh­rend Bre­mens Trai­ner das Spiel am Sonn­tag an­heizt, gibt sich der FCA-Coach eher ge­las­sen. Neu­zu­gän­ge Hin­te­reg­ger und Schmid im Ka­der

Mittelschwaebische Nachrichten - - Sport - VON WOLF­GANG LANGNER

Augs­burg Wenn ein Fuß­ball-Trai­ner be­reits am 2. Spiel­tag ei­ner Sai­son ei­ne Par­tie zum „ers­ten Fi­na­le“aus­ruft, dann muss das Ner­ven­kos­tüm ganz schön an­ge­kratzt sein. Bei Vik­tor Skrip­nik, dem Trai­ner des SV Wer­der Bre­men ist das auch der Fall. Skrip­nik weiß ge­nau war­um. Bei ei­ner wei­te­ren Nie­der­la­ge am Sonn­tag (15.30 Uhr) ge­gen den FC Augs­burg wä­re wohl sein sport­li­ches Ver­falls­da­tum in Bre­men über­schrit­ten.

Augs­burg Trai­ner Dirk Schus­ter will ganz und gar nicht von ei­nem Fi­na­le spre­chen. Über­trei­bun­gen sind nicht so sein Ding: „Das sich Bre­men selbst so un­ter Druck setzt, ist für mich nicht ganz nach­voll­zieh­bar. Ich den­ke, dass sich die Spie­ler so­wie­so für ih­ren Trai­ner zer­rei­ßen wer­den.“Schus­ter ist da­ge­gen in ei­ner recht kom­for­ta­blen Si­tua­ti­on. Bis auf die Lang­zeit­ver­letz­ten Callsen-Bra­cker, Fried­rich und Fram­ber­ger wer­den al­le Mann mit an Bord sein. Die bei­den Neu­zu­gän­ge Martin Hin­te­reg­ger und Jo­na­than Schmid wer­den laut Schus­ter „auf je­den Fall im Ka­der ste­hen“. Ver­mut­lich so­gar von Be­ginn an spie­len. Auf Schus­ter könn­te dann zu­min­dest im Sturm ein Lu­xus­pro­blem zu­kom­men, denn drei sind ei­ner zu­viel, je­den­falls dann wenn der ehe­ma­li­ge Hof­fen­hei­mer Jo­na­than Schmid von Be­ginn an auf der rech­ten Sei­te spielt. Dann müss­te sich der Coach ent­we­der für Al­f­red Finn­bo­ga­son oder Raúl Bo­ba­dil­la als Sturm­spit­ze ent­schei­den.

Schus­ter lässt Raum für Spe­ku­la­tio­nen: „Wir woll­ten die­sen Kon­kur­renz­kampf, und dass sich al­le zu Höchst­leis­tun­gen an­trei­ben.“Nach­dem am Mitt­woch der Kla­vanEr­satz und Schus­ters er­sehn­ter Wunsch­spie­ler Martin Hin­te­reg­ger aus Salz­burg in Augs­burg ein­ge­trof­fen ist, dürf­te es kaum Zwei­fel ge­ben, wer die lin­ke In­nen­ver­tei­di­gerPo­si­ti­on ein­neh­men wird. Aber auch da weicht Schus­ter aus: „Die Form ist ent­schei­dend. Wir wer­den die bes­ten her­aus­fil­tern.“

Nach dem ers­ten Spiel ge­gen Wolfs­burg gibt es beim FC Augs­burg noch viel Luft nach oben. Schus­ter sagt, was bes­ser wer­den muss: „Vor al­lem müs­sen wir ziel­stre­bi­ger wer­den und den letz­ten Ball ge­nau­er spie­len. Das wa­ren zwei Punk­te, die ich be­son­ders kri­ti­siert ha­be.“Bre­men setzt vor al­lem auf den Olym­pia-Hel­den und Neu­zu­gang Ser­ge Gn­ab­ry, denn Skrip­nik feh­len noch im­mer wich­ti­ge Stüt­zen wie Max Kru­se oder Clau­dio Pi­zar­ro (bei­de ver­letzt). Be­son­de­re Auf­merk­sam­keit be­kommt Gn­ab­ry von Schus­ter des­halb nicht: „Bre­men hat noch zehn an­de­re gu­te Spie­ler. Es wä­re fahr­läs­sig, wenn wir un­ser Spiel auf Gn­ab­ry re­du­zie­ren. Aber ich bin schon ge­spannt, was er drauf hat.“

FCA-Ab­wehr­spie­ler Do­mi­nik Kohr kennt Gn­ab­ry mitt­ler­wei­le ganz gut. Kohr fei­er­te kürz­lich sein De­büt in der U23 in den Spie­len beim 3:0-Sieg ge­gen die Slo­wa­kei und beim 1:0-Er­folg in Finn­land und war da­bei Gn­ab­rys Team­kol­le­ge. „Ich bin wohl nicht sein un­mit­tel­ba­rer Ge­gen­spie­ler, aber soll­te er auf mei­ne Sei­te rut­schen, wer­de ich mich um ihn küm­mern“, grinst Kohr. Wie die Sa­che in Bre­men aus­geht, ist für ihn klar: „Wir wer­den ge­win­nen.“

Fo­to: Klaus Rai­ner Krie­ger

FCA-Trai­ner Dirk Schus­ter er­war­tet sich von sei­ner Mann­schaft in Bre­men mehr Ziel­stre­big­keit.

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