Stür­mer will er nicht wer­den

Sven Sei­bold schoss zu­letzt drei To­re für die SCI-Re­ser­ve

Mittelschwaebische Nachrichten - - Sport Aus Der Region -

Beim 10:0-Sieg des SC Ichen­hau­sen II im Spiel der A-Klas­se West 2 ver­gan­ge­nen Sonn­tag ge­gen die SG Ell­zee/Wat­ten­wei­ler II hat der Ichen­hau­ser Sven Sei­bold drei To­re er­zielt. Das Be­son­de­re da­bei: Ei­gent­lich ist der 22-Jäh­ri­ge mehr auf den Po­si­tio­nen zu Hau­se, die Ge­gen­to­re ver­hin­dern sol­len.

Wa­ren Sie selbst über­rascht, dass Sie als drei­fa­cher Tor­schüt­ze aus dem Spiel ge­gan­gen sind, ob­wohl Sie im Mit­tel­feld zum Ein­satz ka­men? Sei­bold: Ein we­nig schon, denn drei To­re schießt man ja nicht al­le Ta­ge.

Wie vie­le To­re schießt ein Ab­wehr­mann so in ei­ner Sai­son? Kön­nen Sie sich noch an Ih­re Bi­lanz in den letz­ten Jah­ren er­in­nern? Sei­bold: Letz­te Sai­son wa­ren es bis zu mei­ner schwe­ren Ver­let­zung drei To­re, und die­ses Jahr ha­be ich auch schon ein­mal in der Lan­des­li­ga ge­trof­fen.

Wenn man so ein Er­folgs­er­leb­nis hat wie Sie am letz­ten Sonn­tag, reift da nicht der Wunsch, künf­tig nur noch im An­griffs­zen­trum spie­len zu wol­len? Sei­bold: Nein, dort füh­le ich mich nicht so wohl. Ich se­he mei­ne Stär­ken eher im De­fen­siv­be­reich, rü­cke bei Stan­dard­si­tua­tio­nen aber meis­tens mit auf.

10:0 – das spricht ei­gent­lich ei­ne deut­li­che Spra­che. Wart ihr so stark oder der Geg­ner so schwach? Sei­bold: Die­se Fra­ge möch­te ich nicht be­ant­wor­ten.

Ei­gent­lich sind Sie schon eher ein Mann für die ers­te Gar­ni­tur. War­um ha­ben Sie zu­letzt „nur“in der Re­ser­ve ge­spielt? Sei­bold: Nach der schwe­ren Ver­let­zung An­fang des Jah­res ha­be ich erst lang­sam in der Vor­be­rei­tung wie­der an­ge­fan­gen. Nach den bei­den Spie­len ge­gen Ehe­kir­chen und Rais­ting bin ich in den Ur­laub ge­fah­ren, so­mit ha­be ich die Spiel­pra­xis in der zwei­ten Mann­schaft ge­sam­melt.

Wenn man so zwi­schen der ers­ten und zwei­ten Mann­schaft pen­delt, ist das nicht im­mer wie­der ei­ne ge­wal­ti­ge Um­stel­lung für den be­tref­fen­den Spie­ler, schließ­lich lie­gen drei Klas­sen zwi­schen den bei­den Mann­schaf­ten? Sei­bold: Ja, da be­steht schon ein gro­ßer Un­ter­schied, vor al­lem im tak­ti­schen und spie­le­ri­schen Be­reich. Zu­dem wird in der zwei­ten Mann­schaft der Fo­kus, vor al­lem auch vom Geg­ner, be­son­ders auf die hö­her­klas­si­gen Spie­ler ge­legt.

In der Form und Auf­stel­lung wie am letz­ten Sonn­tag ge­gen Ell­zee/Wat­ten­wei­ler dürf­te mor­gen im Stadt­der­by ge­gen den Ta­bel­len­fünf­ten Türkspor Ichen­hau­sen II ei­gent­lich nichts schief­ge­hen? Sei­bold: Ich wür­de es mir wün­schen. Die Form in der zwei­ten Mann­schaft stimmt je­den­falls. Das hat man in Wie­sen­bach ge­se­hen, wo sie in den letz­ten Mi­nu­ten ei­nen Rück­stand noch ge­dreht hat.

Ab­tei­lungs­lei­ter Ru­di Schil­ler hat ge­sagt, Ziel des SC Ichen­hau­sen ist es, dass die ers­te Mann­schaft nicht abund die zwei­te auf­steigt. Zu­min­dest die Re­ser­ve ist schon auf dem bes­ten Weg, die Vor­ga­ben zu er­fül­len. Sind Sie zu­ver­sicht­lich, dass es für bei­de Teams klappt? Sei­bold: Noch kann man nicht so viel sa­gen, da man noch am An­fang der Sai­son steht und man nicht weiß, wer im wei­te­ren Ver­lauf al­les im Ka­der steht. Aber die Ten­denz geht mo­men­tan schon in die rich­ti­ge Rich­tung. In­ter­view: Alois Tho­ma

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