Ele­gan­ter Rück­wärts­sal­to

Mittelschwaebische Nachrichten - - Meinung & Dialog -

Zu „CSU ver­schärft ih­ren Kurs in der Flücht­lings­po­li­tik“(Sei­te 1) vom 9. Sep­tem­ber: Seit über zehn Jah­ren blo­ckiert die CSU ein neu­es Ein­wan­de­rungs­ge­setz in dem Irr­glau­ben, die Glo­ba­li­sie­rung sei ei­ne Ein­bahn­stra­ße. Dank die­ser Blo­cka­de be­fin­den sich hun­dert­tau­sen­de so­ge­nann­ter Wirt­schafts­flücht­lin­ge – über­wie­gend aus den Bal­kan- und Ma­ghreb-Staa­ten – im Nir­wa­na der Asyl­ver­fah­ren, ob­wohl we­nig Aus­sicht auf An­er­ken­nung be­steht. Nun scheint es, dass der CSU ein gan­zer Kron­leuch­ter auf­ge­gan­gen ist, und sie voll­zieht ele­gant ei­nen Rück­wärts­sal­to. Sie prä­sen­tiert ei­nen ei­ge­nen Vor­schlag, gibt dem Kind ei­nen an­de­ren Na­men und gar­niert es wie üb­lich mit For­de­run­gen, die we­der mit dem Grund­ge­setz noch dem Asyl­recht und schon gar nicht mit der Gen­fer Kon­ven­ti­on zu ver­ein­ba­ren sind. Ab­ge­se­hen da­von wä­re es in­ter­es­sant zu er­fah­ren, was die baye­ri­sche Wirt­schaft da­zu sagt, wenn sie zu­künf­tig bei ei­ner Su­che nach Fach­kräf­ten die Re­li­gi­on vor die Qua­li­fi­ka­ti­on stel­len soll. Bru­no Scherb, Il­ler­rie­den

Wenn die CSU bun­des­weit kan­di­diert, brau­chen wir kei­ne AfD mehr. Das wä­re die ein­fachs­te Lö­sung. Dr. Wolf­gang May, Schwan­gau zu „See­ho­fer sieht his­to­ri­sche Kri­se der Uni­on“(Sei­te 1) vom 10. Sep­tem­ber

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