Die Welt ist nicht so schön

Mittelschwaebische Nachrichten - - Meinung & Dialog -

Zu „Ei­ni­ge Flücht­lin­ge ma­chen Ur­laub in Her­kunfts­staa­ten“(Po­li­tik) vom 12. Sep­tem­ber: Es ist schön, dass der Spre­cher des Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­ums nach­voll­zieh­ba­re Grün­de für Be­su­che von an­er­kann­ten Asyl­be­rech­tig­ten in ih­ren Her­kunfts­län­dern sieht. Der Spre­cher soll­te aber lie­ber er­klä­ren, wie die­se Men­schen, die nach dem Ab­schluss des Asyl­ver­fah­rens of­fen­bar oh­ne Pro­ble­me in ihr Hei­mat­land ein­rei­sen, sich dort frei be­we­gen und schließ­lich das Land un­be­hel­ligt wie­der ver­las­sen konn­ten, ihr Asy­l­er­su­chen in Deutsch­land be­grün­det ha­ben. Denn für die An­er­ken­nung als Asyl­be­rech­tig­ter ist der Nach­weis ei­ner per­sön­li­chen Ver­fol­gung not­wen­dig. Es wird Zeit, dass auch die So­zi­al­ro­man­ti­ker zur Kennt­nis neh­men, dass die Welt nicht so schön ist, wie sie es ger­ne hät­ten. Ne­ben den Men­schen, die wirk­lich un­se­re Hil­fe brau­chen, ka­men und kom­men sehr vie­le, die die Gast- und Hilfs­be­reit­schaft miss­brau­chen. Vla­di­mir Vy­ci­ch­lo, Kauf­beu­ren

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