Völ­lig un­lo­gisch

Mittelschwaebische Nachrichten - - Meinung & Dialog -

Zum Leit­ar­ti­kel „See­ho­fer, Mer­kel und der Auf­stieg der AfD“von Wal­ter Rol­ler vom 9. Sep­tem­ber und Le­ser­brie­fen da­zu: In di­ver­sen Le­ser­brie­fen so­wie auch bei Kom­men­ta­ren ist im­mer wie­der mal der Vor­wurf zu le­sen, die CSU mit ih­rer Kri­tik an Mer­kel sei schuld am schlech­ten Ab­schnei­den der CDU bei den letz­ten Wah­len. Das ist in mei­nen Au­gen völ­lig un­lo­gisch. Die CSU steht nur in Bay­ern zur Wahl. War­um soll­te je­mand, der mit ih­rer Kri­tik an Mer­kel nicht ein­ver­stan­den ist, aber ja in ei­nem an­de­ren Bun­des­land lebt, denn nun dar­auf­hin die CDU nicht mehr wäh­len? Müss­ten sich nicht viel­mehr die treu­en Mer­kel-Fans erst recht um ih­re Kanz­le­rin scha­ren und dem­ent­spre­chend CDU wäh­len? War­um tun sie es dann nicht? Für die schwa­chen Zah­len der CDU ist die­se schon selbst ver­ant­wort­lich und das Er­star­ken der AfD, die prak­tisch schon tot war, trägt haupt­säch­lich ei­nen Na­men: An­ge­la Mer­kel! Drin­gend nö­tig wä­re es, beim Nen­nen von Um­fra­ge­er­geb­nis­sen zwi­schen CDU und CSU zu tren­nen und nicht im­mer nur das Er­geb­nis für die ge­sam­te Uni­on zu nen­nen. Das wür­de die tat­säch­li­che Stim­mungs­la­ge deut­lich ma­chen. Leo Ba­risch, Wei­ßen­horn

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