Russ­land für Ver­län­ge­rung der Waf­fen­ru­he

Mittelschwaebische Nachrichten - - Politik - VON JÖRG SIG­MUND

Russ­land setzt sich für ei­ne Ver­län­ge­rung der Waf­fen­ru­he in Sy­ri­en um 48 St­un­den ein. Das er­klär­te Ge­ne­ral Vik­tor Pos­ni­chir vom rus­si­schen Ge­ne­ral­stab in Mos­kau. Die Waf­fen­ru­he war am Mon­tag mit Ein­bruch der Dun­kel­heit in Kraft ge­tre­ten und soll­te zu­nächst für 48 St­un­den gel­ten. Pos­ni­chir er­klär­te, die sy­ri­schen Re­bel­len hät­ten die Waf­fen­ru­he seit dem In­kraft­tre­ten 60 Mal ver­letzt. Die rus­si­sche Luft­waf­fe griff nach An­ga­ben des Ge­ne­ral­stabs am Di­ens­tag Stel­lun­gen des Is­la­mi­schen Staats (IS) nörd­lich von Pal­my­ra an. Hat die von den USA und Russ­land un­ter­stütz­te Waf­fen­ru­he ei­ne Wo­che lang Be­stand, wol­len Wa­shing­ton und Mos­kau ih­ren Kampf ge­gen den IS ko­or­di­nie­ren. (afp) Augs­burg Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Alex­an­der Do­brindt (CSU) will in Deutsch­land für Al­ko­hol­sün­der Weg­fahr­sper­ren im Au­to ein­füh­ren. Fah­rer, die schon ein­mal al­ko­ho­li­siert am Steu­er er­wischt wur­den, sol­len ihr Au­to nur noch nach ei­ner Atem­mes­sung star­ten kön­nen. Ist der Pro­mil­le­wert zu hoch, springt der Mo­tor nicht an. Doch wie funk­tio­niert das so­ge­nann­te Al­ko­hol-In­ter­locks-Sys­tem, kurz Al­ko­locks?

Was steckt hin­ter den Plä­nen von Ver­kehrs­mi­nis­ter Do­brindt?

Ers­te Plä­ne für die Ein­füh­rung von Al­ko­locks gab es schon 2014. Das Ver­kehrs- und Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um klä­ren eben­falls seit län­ge­rem die recht­li­chen Vor­aus­set­zun­gen für ei­nen Ge­setz­ent­wurf ab. Vor­ge­se­hen ist, dass Au­to­fah­rer über­wacht wer­den, die schon ein­mal ih­ren Füh­rer­schein we­gen Al­ko­hol am Steu­er ver­lo­ren ha­ben oder mehr­mals beim Fah­ren un­ter Al­ko­hol­ein­fluss er­tappt wur­den. Sie sol­len ih­ren Füh­rer­schein nur dann zu­rück­er­hal­ten, wenn sie sich ver­pflich­ten, Al­ko­locks in ihr Au­to ein­zu­bau­en.

Wie funk­tio­niert das Al­ko­hol-In­ter­locks-Sys­tem?

Ei­ne Al­ko­hol-Zünd­schloss­sper­re be­steht aus zwei Bau­tei­len: ei­nem in Reich­wei­te des Fah­rer­sit­zes an­ge­brach­ten Hand­mess­ge­rät und ei­ner Steu­er­ein­heit, die un­ter­halb der Ar­ma­tu­ren­ab­de­ckung ein­ge­baut ist. Schal­tet der Fah­rer die Zün­dung ein, wird er zu ei­ner Atem­pro­be auf­ge­for­dert – durch ei­nen Si­gnal­ton oder ei­ne LED-Leuch­te am Hand­ge­rät. Da­zu pus­tet er wie bei ei­ner Po­li­zei­kon­trol­le durch ein Röhr­chen

Fo­to: Her­bert Pfarr­ho­fer, dpa

Mit ei­nem Hand­mess­ge­rät im Fahr­zeug kann der Atem-Al­ko­hol­ge­halt wie bei ei­ner Po­li­zei­kon­trol­le fest­ge­stellt wer­den.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.