Nie wie­der Ita­li­en!

Mittelschwaebische Nachrichten - - Aus Der Heimat - VON HEI­KE SCHREI­BER re­dak­ti­on@mit­tel­schwa­ebi­sche-nach­rich­ten.de

Nie wie­der Ita­li­en. Das sa­gen wir uns ei­gent­lich je­des Mal vor dem Ur­laub. Nicht et­wa, weil es uns dort nicht ge­fällt. Ganz im Ge­gen­teil, kaum ein Land passt bes­ser zu uns als bel­la Ita­lia. Le­cke­re Pas­ta, das bes­te Eis der Welt, vi­no zum Da­hin­schmel­zen, die schöns­te Spra­che über­haupt und ei­ne wun­der­ba­re Land­schaft, sei es hoch oben in den Do­lo­mi­ten oder ganz un­ten am Meer.

Und al­ler­or­ten wim­melt es von hilfs­be­rei­ten Men­schen, die für die „te­de­schi“auf der Su­che nach dem rich­ti­gen Weg al­les ste­hen und lie­gen und selbst ih­re Bar ver­waist las­sen. Schlech­te Er­fah­run­gen ha­ben wir mit Land und Leu­ten noch nie ge­macht.

Wä­re da nur nicht je­des Mal die­se elen­di­ge Fahrt mit dem Au­to. Und die ist grund­sätz­lich ein Hor­ror. Egal ob Hin- oder Rück­fahrt. Steht man nicht in der Blech­la­wi­ne am Fern­pass, ist spä­tes­tens am Bren­ner die Schlan­ge so lang, dass nichts mehr vor­wärts­geht. Und wenn die um­kurvt oder das lah­me Ge­zu­ckel über­stan­den ist, war­tet be­stimmt der nächs­te Stau an ir­gend­ei­ner Maut­sta­ti­on. Und von der Rück­bank kommt al­le zwei Mi­nu­ten die Fra­ge: „Wann sind wir end­lich da?“Oder als Va­ria­ti­on: „Wie lan­ge fah­ren wir denn noch?“Es­sen und Spie­le rei­chen nie aus, Streit und Ge­schrei sind vor­pro­gram­miert. Elf St­un­den am Stück wa­ren es dies­mal. Von ei­nem Stau in den nächs­ten. Nach dem Ur­laub sa­gen wir uns: Nie wie­der Ita­li­en! Spä­tes­tens nächs­tes Jahr fah­ren wir wie­der hin...

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